Anwendung des Eye-Trackings zur Antizipationsforschung im Leistungssport beispielhaft im Karate-Kumite

Diese Studie zeigt, dass eine Kombination des Eye-Trackings mit der Okklusionsmethode, nicht nur im Karate, sondern generell für die Antizipationsforschung als auch für das Training möglich ist, es keine gegenseitige Beeinflussung gibt und somit genauere Informationen über antizipatorische Schlüsselreize liefern kann. So ist es möglich, über die Limitierung von visuellen Informationen mithilfe der Okklusion und der Erfassung des Blickverlaufs mögliche wichtige Informationen zu erhalten. Deutlich wird dabei, dass die Okklusion gezielt und großräumiger eingesetzt werde muss, um die peripher wahrgenommenen Informationen möglichst auszublenden, um dann auf der Basis der Reaktionen der Sportler weitere Rückschlüsse über Schlüsselreize ziehen zu können. Diese Schlüsselreize können dann im Rahmen von Antizipationstrainings eingesetzt werden, um die Wahrnehmungs- und Antizipationsfähigkeit von Sportlern zu schulen (Elliott & Farrow, 2009; Hagemann & Strauß, 2006).
© Copyright 2017 Technologien im Leistungssport 2: Tagungsband zur 18. Frühjahrsschule am 13./14. April 2016 in Leipzig. Veröffentlicht von Meyer & Meyer. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Kampfsportarten
Veröffentlicht in:Technologien im Leistungssport 2: Tagungsband zur 18. Frühjahrsschule am 13./14. April 2016 in Leipzig
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Aachen Meyer & Meyer 2017
Schriftenreihe:Schriftenreihe für Angewandte Trainingswissenschaft, 6
Online-Zugang:https://open-archive.sport-iat.de/sponet/SR_2016_6_bandow_anwendung.pdf
Seiten:174-186
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch