4012216

Die Auswirkungen des Gewichtmachens auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Anlässlich eines Todesfalls hat die Sektion Leistungssport der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention folgende Stellungnahme erarbeitet: ein Leichtgewichtsruderer kollabierte vor einiger Zeit beim Gewichtmachen, als er bei hohen Außentemperaturen in Winterkleidung noch kurz vor dem Wiegen versuchte, die letzten Gewichtsabnahmen zu erreichen und der später am Multiorganversagen verstarb (4). In Sportarten mit unterschiedlichen Gewichtsklassen ist Gewichtmachen ein übliches und weit verbreitetes Verfahren zur kurzfristigen Reduzierung des Körpergewichts. Dadurch soll der Start in einer niedrigeren Gewichtsklasse möglich werden, was mit vermeintlich größeren Erfolgsaussichten verbunden sein soll. Tatsächlich hängt der sportliche Erfolg in Sportarten mit Gewichtsklassen wie z. B. im Ringen, Gewichtheben oder Judo, aber auch im Leichtgewichtsrudern und beim Galoppsport oftmals entscheidend davon ab, ob das eigene Körpergewicht unter Kontrolle gebracht bzw. in der Wettkampfzeit im Rahmen der Gewichtsbegrenzungen möglichst niedrig gehalten werden kann.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft Kampfsportarten Ausdauersportarten technische Sportarten
Sprache:Deutsch
Online-Zugang:http://sportaerztebund.de/pub_auswirkungen_gewichtmachens.htm
Dokumentenarten:elektronische Publikation
Level:mittel