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Allkampf-Jitsu. Grundlagen und Techniken

Im Vergleich zu Judo, Taekwondo, Kendo oder Karate, die schon seit vielen Jahren weltweit anerkannt sind, die ersten beiden bereits zu den olympischen Sportarten zählen und die Zahl der Aktiven in Millionen gezählt wird, ist das in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts entwickelte Allkampf-Jitsu noch eine sehr junge Sportart. Die Spezifik dieser von Jakob Beck entwickelten Sportart liegt in der Verknüpfung der technischen Elemente verschiedener Budo-Sportarten, die vom "Erfinder" als die am effektivsten betrachtet wurden. Daraus wurde von ihm das Allkampf-Jitsu als eine spezifische Form der Selbstverteidigung mit 265 verschiedenen Hebel-, Schlag- und Blocktechniken, Wurf- und Schlagtechniken, Kicks und Freikampfaktionen, drei Kombinationen und 10 Graduierungsstufen (den Hyongs) aufgebaut und schrittweise verfeinert. Ziel ist es stets, einen Angriff - mit oder ohne Waffe - erfolgreich abwehren zu können. Die Sportart wird inzwischen in neun europäischen Ländern betrieben, was auf ihre Attraktivität und zunehmende Popularität hinweist. Neben dem organisierten Sport hat sich insbesondere bei Polizei, Armee und Sicherheitsfirmen relativ schnell ein nachhaltiges Interesse an dieser sportlichen Form der Selbstverteidigung gezeigt. Natürlich gibt es neben den Unterschieden zu den anderen asiatischen Kampfsportarten durch die nur selektive Integration bestimmter Elemente in das Allkampf-Jitsu auch eine große Anzahl von Gemeinsamkeiten. Dazu zählen sowohl die trainingspraktischen Orientierungen auf die Entwicklung verschiedener konditioneller Leistungsvoraussetzungen wie Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit als auch der typische Wertekanon wie Ehrgefühl, Geduld, Mut, Willenskraft, Selbstdisziplin oder Hilfsbereitschaft. Im vorliegenden Buch von Christopher Lindh erhält der Leser eine umfassende Einführung in das Training und den praktischen Einsatz der Allkampf-Jitsu-Techniken in möglichen Verteidigungssituationen. Dabei bleibt der Autor aber nicht stehen, sondern verbindet dieses spezifische Wissen mit Grundlagen aus der Trainingswissenschaft, der Sportmedizin und Sportphysiologie. Der Leser findet ebenso Informationen, wie ein Training in der Sportart im Kindes- und Jugendalter gestaltet werden sollte oder welche der Techniken aus dem Technikvorrat des Allkampf-Jitsu insbesondere für Frauen geeignet sind. Gerade die trainingspraktischen Kapitel zeichnen sich durch eine gelungene Verbindung von kompakter verbaler Erklärung und fotografischer Illustration aus. Den Abschluss bildet ein Kapitel zu den Sozialkompetenzen, die parallel mit den sportlichen Techniken durch die Jitsu-Sportler erlernt, gelebt und auch zum Einsatz gebracht werden sollen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Kampfsportarten
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Aachen Meyer & Meyer 2013
Online-Zugang:https://www.amazon.de/s?k=Allkampf-Jitsu.%20Grundlagen%20und%20Techniken
Seiten:213
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel