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Eksperimental'noe obosnovanie reorganizacii struktur trenirovki borcov

(Experimentelle Begründung der Neuorganisierung der Trainingsstruktur von Ringern)

Es werden experimentelle Untersuchungen zur Trainingsstruktur im Ringen vorgestellt. Einleitend wird auf Ergebnisse aus vorangegangenen Untersuchungen eingegangen. Vorher bekannte Ergebnisse: Ein erstes Problem der Erlernung und Anwendung einer optimalen Technik besteht darin, daß sich mit der Veränderung der Körperlage (Abb. 1) auch die Gehirndurchblutung verändert und bis auf 65-70% verringert, was sich negativ auf die Beherrschung schwieriger und exakter Techniken auswirkt. Weiterhin steht fest, daß, wenn bis zum oder während des Erlernens schwieriger Techniken Übungen mit einer Veränderung der Körperlage angewandt werden, die Qualität dieser Übungen deutlich gemindert wird. In der Experimentalgruppe fielen die Qualitätswerte der Übungen ohne gelichzeitigen Einsatz von Rollen um 40% besser aus (40% weniger Fehler) als bei gleichzeitigem periodischen Einsatz von Rollen (Tab. 1). Auf der Grundlage dieser Untersuchungen wurde ein allgemeines Übungsprogramm aufgestellt und in einem zweimonatigen Kurs eingesetzt. Das Neue an diesem Programm war, daß alle (!) Übungen, die koordinativ schwierige Bewegungselemente enthielten oder eine Veränderung der Körperlage bezüglich der Horizontalen beinhalteten, in den Schlußteil der Trainingseinheit verlagert wurden. Experiment: Das Experiment wurde auf einem 2,2 km langen "Hindernisparcous" im Wald durchgeführt. Insgesamt mußten 7 Hindernisse überquert bzw. bewältigt werden, das Überwinden wurde bewertet. Anhand der Bewertungsergebnisse wurden drei Sportlergruppen zu je 10 Personen mit etwa gleicher Leistungsfähigkeit zusammengestellt. Diese Gruppen absolvierten daraufhin ein zweimonatiges Training (5x pro Woche 2x täglich 40-50 min). Die erste Gruppe absolvierte ein Trainingsprogramm ohne spezielle Mittel zur Entwicklung der Gewandheit. Die zweite Gruppe realisierte Gewandtheitsübungen im Erwärmungs- und Hauptteil der Trainingseinheit (traditionelle Methode) und die dritte Gruppe baute den gleichen Umfang spezieller Gewandtheitsübungen wie Gruppe 2 in ihr Training ein, plazierte diese jedoch in den Schlußteil der TE. Anschließend an diese Experimental-Trainngs-Phase schloß sich ein nochmaliges Absolvieren des Hindernisparcours mit erneuter Bewertung (Zeit für das Überwinden, Anzahl der Strafpunkte) als Wettbewerb zwischen den drei Gruppen an. Tabelle 2 zeigt die Verbesserung der Ergebnisse beim Überwinden der 7 Hindernisse der Sportler der drei Gruppen. Die Auswertung der Daten ergab eine Reihe interessanter Fakten. Einige der wichtigsten werden umrissen: In allen drei Gruppen vollzog sich eine bemerkenswerte Verbesserung der individuellen Ergebnisse beim Überrwinden der Hindernisse. Weiterhin bemerkenswert ist, daß an sechs von sieben Hindernissen dieser Wert der Gruppe 2 den der Gruppe 1überschreitet, die höchste Verbesserungsrate wurde jedoch von Gruppe 3 erzielt, die nach dem neuen Programm trainierte. Die Verbesserung ist an der Mehrheit der Hindernisse für die Gruppe 1 nicht signifikant, Gruppe 2 und 3 erreichten hingegen signifikante Verbesserungen an fast allen Hindernissen. Schlußfolgerung: Die Arbeitshypothese (s.o.) wurde experimentell bestätigt. Werden Übungen mit technisch schwieriger Struktur, ungewöhnlicher Ausgangslage oder gravierenden Veränderungen der Körperlage an den Beginn der Trainingseinheit gesetzt, so vermindert dies die Effektivität des Techniktrainings, da hierbei eine frühzeitige Ermüdung einer Reihe von Funktionen und Systemen eintritt (siehe Gruppen 2 und 3). Derartige Übungen sind jedoch im Training unerläßlich, ihr Wegfall würde die Entwiclung der koordinativen Fähigkeiten verzögern und das Arsenal technischer Varianten des Sportlers vermindern (siehe Gruppe 1). Das dem Experiment (Gruppe 3) zugrunde gelegte Prinzip hat sich mit den Ergebnissen voll bestätigt: Die entsprechenden Übungen (z.B. Rollen, Kopftsände etc) sind einzusetzen, müssen jedoch an den Beginn der Trainingseinheit gelegt werden. Abschließend wird angemerkt, daß der im Experiment eingesetzte Hindernisparcour nicht nur zu Testzwecken geeignet ist, sondern gleichermaßen als Spiel- und Trainingsvariante.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Kampfsportarten
Veröffentlicht in:Fiz. obraz. sibiri
Sprache:Russisch
Veröffentlicht: 1997
Ausgabe:Omsk 1(1997)5, S. 56-69: 2 Abb., 2 Tab.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel