Precision of kinethetic movement differentation - selected element of diagnosis of technics performance of advanced kayakers, judokas and wrestlers
(Präzision der kinästhtetischen Bewegungsdiffernzierung - ausgewähltes Diagnoseelement der technischen Leistung leistungsstarker Kanuten, Judokas and Ringer)
Ziel der Untersuchung war es zu ermitteln, ob es eine Beziehung zwischen der Präzision der kinästhetischen Empfindung und ausgeübten sportlichen Aktivitäten gibt und ob dies in einzelnen Trainingsphasen speziell auftritt und durch die sport-technische Vorbereitung beeinflußt wird. Insgesamt wurden 193 Auswahlkader (Senioren, Junioren) Polens in den Sportarten Kanurennsport, Judo, klassischer Ringkampf) getestet. Die Probanden wurden nach einer von Schulte (1925) und Puni (1963) entwickelten Methode getestet und mußten dabei aus dem Gedächtnis bestimmte Gelenkwinkel in den Extremitäten "reproduzieren". Bei den Kanuten wurde eine durchgängige Verbesserung der Bewegungsgenauigkeit zwischen der Vorbereitungs- und der ersten Wettkampfperiode festgestellt. Bei den Senioren-Judokas wurde eine ähnliche Tendenz festgestelt, während bei den Juniorenjudokas am Ende der ersten Wettkampfperiode eine signifikante Verschlechterung der kinästhetischen Empfindung festgestellt wurde. Interessant ist auch das Ergebnis im Vergleich der verschiedenen Altsrestufen von Sportlern einer Sportart. dabei wurde festgestellt, daß die kinästhetische Empfindung der jüngsten Sportler die beste und die der Senioren die schlechteste ist (gleiches Ergebnis für alle drei untersuchten Sportarten). Das könnte mit einer Überlastung im Kraft- und Ausdauertraining unter den älteren Sportlern zusammenhängen. Bei den Ringern wurde bei fünf von sechs Tests eine klare Dominanz der linken Hand hinsichtlich Bewegungspräzision festgestellt. Diese Dominanz nahm mit zunehmenden Lebensalter auch weiter zu. Bei den Judokas wurde eine inverse Tendenz dazu festgestellt, die insbesondere für Rechtshänder Vorteile bringen sollte. Die subjektive Einschätzung der Sportler selbst und deren Trainer vor den Olympischen Spielen 1988 gingen von einem recht schlechten Niveau aus. Das steht im Gegensatz zu den erreichten Ergebnissen (Wronski Gold, Glab Silber), was daraus schließen läßt, daß damit noch einmal ein Stimulus gesetzt wurde. Andere Sportler, die sich subjektiv sehr positiv einschätzten erreichten in Seoul nicht die erwarteten Ergebnisse.
© Copyright 1994 Sport Kinetics '93 - 3rd International Conference Poznan 8 - 11 September 1993 - Conference Proceedings. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Sozial- und Geisteswissenschaften Ausdauersportarten Kampfsportarten |
| Veröffentlicht in: | Sport Kinetics '93 - 3rd International Conference Poznan 8 - 11 September 1993 - Conference Proceedings |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1994
|
| Ausgabe: | Poznan, Warschau: Academy of Physical Education Poznan, Institute of Sport Warsaw (Hrsg.), 1994. - S. 263 - 272: 7 Abb., 12 Lit. |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch mittel |