Karate basics. Technik, Training, Taktik
Asiatische Kampfsportarten haben seit Langem den Regionalbereich ihrer Entstehung verlassen und haben eine weltweite Verbreitung gefunden. Zwei von ihnen - Judo und Taekwondo - haben auch bereits den sportlichen "Ritterschlag" des IOC bekommen und sind fester Bestandteil des olympischen Programms. Mit Wushu und Karate bewerben sich zwei weitere um diesen Status. Sollten sie in der Zukunft ebenfalls in den Kreis der olympischen Sportarten aufgenommen werden, ist eine sehr schnelle Weiterentwicklung zu erwarten. Aber auch wenn das noch etwas länger dauern sollte, kann gerade das in Japan "erfundene" Karate bereits auf eine sehr große Anhängerschaft weltweit verfügen. Allein in Deutschland hat nach der aktuellen Mitgliedererhebung des DOSB der nationale Karateverband mit gut 168.000 Jungen, Mädchen, Männern und Frauen genauso viele Mitglieder (in mehr als 2.500 Vereinen) wie der Judo-Bund.
Das Interesse an der Sportart ist offensichtlich sehr groß, und die Mitgliederentwicklung belegt ein spürbar weiter zunehmendes Interesse insbesondere im Kinder- und Jugendbereich.
Diesen jungen Kampfsportinteressierten sowie ihren Übungsleitern und Trainern Grundlagen zur Trainingsplanung für einen sinnvollen und langfristigen Leistungsaufbau an die Hand zu geben, ist eines der Ziele von Christian Grüner, der selbst seit seinem 13. Lebensjahr aktiver Karateka ist und es durch zielstrebiges Training bis zur Bronzemedaille bei den Europameisterschaften der Senioren gebracht hat.
Wie in anderen asiatischen Kampfsportarten auch, verläuft die sportliche Ausbildung in der Sportart sehr systematisch und wird das aktuelle Leistungsniveau aller Karateka durch die Farbe des jeweiligen Gürtels deutlich gemacht. Das Recht zum Tragen einer bestimmten Farbe wird durch den Erfolg in den dafür vorgeschriebenen Technikprüfungen erworben. Jeder Karateka beginnt mit dem weißen Gürtel für den 9. Kyu, für den grundlegende Bewegungs- und Kampftechniken der Sportart erlernt und vorgestellt werden müssen. In seinem Buch führt Christian Grüner die Sportlerinnen und Sportler bis zum 6. Kyu oder zum grünen Gürtel. Wie bei allen anderen Gürtelprüfungen müssen mehrere Elemente der Karate-Grundschule Kihon beherrscht werden, aber auch in fließenden Kampfbewegungen zusammengesetzte Techniken, die Katas, und Kampfübungen (Kumite) müssen dafür erlernt werden. Im Karate geht es aber stets um die Verbindung des Bewegungsablaufs mit dem Gefühl für die korrekte Distanz zum Opponenten, um ein ausgeprägtes Gleichgewichtsgefühl, um Antizipation dessen, was der sportliche Gegner beabsichtigt oder eine rhythmische Bewegung oder deren Verbindung mit einer sportarttypischen Atmung.
Für all das setzt der Karateka keine Waffen, sondern ausschließlich seine Arme und Hände, seine Beine und Füße ein. Und je besser dies beherrscht wird, desto vielfältiger sind die Angriffstechniken, desto größer sind die Chancen, im Wettkampf erfolgreich bestehen zu können. Und mit dem vorliegenden Buch werden die Karate-Novizen in die Welt der Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken sowie Fußfegetechniken eingeführt, werden aber auch Hebel und Würfe gelehrt sowie Würgegriffe und Nervenpunkttechniken geübt.
Und so kann das Buch tatsächlich ein Grundlagenwerk des Anfängertrainings werden, um den Weg vom richtigen Einstieg bis zur Grüngurtprüfung zu weisen.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Kampfsportarten |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Stuttgart
Pietsch
2011
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| Ausgabe: | Stuttgart: Pietsch, 2011.- 176 S. |
| Seiten: | 176 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | niedrig |