Die Schweiz in Form. Sport und Nation in einem kleinen Land

Die Schweiz als kleines Land in der Mitte Europas bringt seit Jahrzehnten immer wieder internationale Sportstars hervor, die sowohl unter den Eidgenossen selbst als auch im Ausland hohe Anerkennung genießen. Namen wie Fredi Kübler oder Bernhard Russi, Natasha Badman oder Roger Federer stehen stellvertretend für viele andere. Gleichzeitig ist die Schweiz regelmäßig Ausrichter bedeutender internationaler Meisterschaften. Erinnert sei an die Olympischen Winterspiele 1948 in St. Moritz, die Fußballweltmeisterschaft 1954 oder an jährliche Höhepunkte im internationalen Wettkampfkalender wie die Tour de Suisse der Radprofis, die Rotseeregatta der Ruderer oder das Leichtathletikmeeting im Züricher Letzigrund. Nicht zu vergessen natürlich die Bedeutung, die die Schweiz als Sitz bedeutender internationaler Sportorganisationen besitzt, mit dem IOC und vielen internationalen Sportföderationen in Lausanne zum Beispiel und die Übernahme bedeutender internationaler Ämter in diesen und weiteren Organisationen und Verbänden. All das prägt natürlich die Sportkultur des Landes, wurde aber von dieser hervorgebracht - und das unter Wahrung der Werte, die die Schweizer selbst für sich als wichtig erachten. Dazu zählen das Leben (und Sport treiben) im Einklang mit der Natur (wie es im Skisport oder Radsport typisch ist), die Entwicklung eines Teamgeistes als Nation (und auch als Mannschaft im sportlichen Wettstreit), das Streben nach Erfolg bei Erhaltung eines bescheidenen, zurückhaltend sympathischen Auftretens in der Öffentlichkeit (die in der Schweiz als "Helden" verehrten Sportler sind gerade dafür ein Beispiel), der Wunsch nach friedlichem Zusammenleben mit den anderen Ländern bei gleichzeitiger Entwicklung und Wahrung von Einflussmöglichkeiten, gerade um die schweizerischen Werte und Leistungen in die internationale Gemeinschaft einzubringen. Dies sind wichtige Themen, die vom Autor in kurzen Essays aufgegriffen werden und an Hand der Geschichte des Sports in der Schweiz, der sportpolitischen Orientierungen und Konsequenzen für die Sportorganisationen und deren Vertreter beschrieben werden. So werden wichtige Orientierungen und Werte sowohl in ihrer historischen Dimension, aber auch in ihrer modernen Interpretation deutlich und nachvollziehbar. Die Gestaltungsform und der lockere Erzählstil fesseln die Leser und tragen zu einem besseren Verständnis der Besonderheiten bei, die über viele Jahre schon die Entwicklung des Spitzensports wie auch des Freizeit- und Breitensports in der Schweiz prägen. Daneben werden natürlich viele interessante Informationen vermittelt, die untrennbar mit dem Sport und seinen Protagonisten verbunden sind.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Theorie und gesellschaftliche Grundlagen Sportgeschichte und Sportpolitik
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: München; Wien Nagel und Kimche 2005
Ausgabe:München, Wien: Nagel & Kimche, 2005.- 139 S.
Seiten:139
Dokumentenarten:Buch
Level:niedrig