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Die rechtlichen und organistorischen Grundlagen der Dopingbekämpfung in der Bundesrepublik Deutschland

Der in der Broschüre wiedergegebene Vortrag wurde vom Autor am 14.Januar 2002 im Rahmen der Gesamtveranstaltung "Institutioneller Reformbedarf" gehalten. U. Haas, der Professor für Bürgerliches Recht an der Universität Mainz ist, hat durch seine Tätigkeit in verschiedenen Gremien des nationalen und internationalen Sports, die sich mit Rechtsfragen und seit 1999 insbesondere mit Problemen des Dopingmissbrauchs befassten, ein sehr hohes Expertenwissen erlangt, um sich fundiert zu diesem sensiblen und hoch aktuellen Thema des modernen Spitzensports zu äußern. Diese Verbindung von den rechtlichen Grundlagen des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland einerseits und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für die dopingfreie Organisierung des nationalen Spitzensports steht deshalb immer wieder im Mittelpunkt seiner Ausführungen. Dabei wird auch der Spezialfall der partiellen Verantwortungsübernahme durch die nationalen Spitzenverbände und deren Dachverbände, den Deutschen Sportbund und das Nationale Olympische Komitee für Deutschland, ein wesentlicher Schwerpunkt seines Vortrages, da es sowohl um die rechtliche Zuständigkeit als auch um die eigentliche Kompetenz für die Dopingbekämpfung geht. Diese Zuständigkeit wiederum muss die geltenden Gesetze, zum Beispiel das Arzneimittelgesetz, in seiner speziellen Anwendung auf den Spitzensport widerspiegeln. Daraus, wiederum, können sich Grenzen für die Autonomie der Sportverbände ergeben und Verantwortlichkeiten für den Staat entstehen. In diesem Spannungsfeld diskutiert der Autor eine reihe von praktischen Fragen in der Dopingbekämpfung, z. B. die Zulässigkeit von Trainingskontrollen oder die Kontrolle verbandsgerichtlicher Entscheidungen. Letztlich wendet er sich auch ausgewählten Problemen der Organisierung der Antidoping-Arbeit zu, die sich zum Beispiel für die Aufgabenverteilung und die Durchführung von Dopingkontrollen ergeben. Dabei wird deutlich, dass eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen Sportorganisation(en) und Staat zwingend gegeben sind, wenn die Antidoping-Arbeit erfolgreich sein wird.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Theorie und gesellschaftliche Grundlagen Sportgeschichte und Sportpolitik
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Baden-Baden Nomos 2004
Ausgabe:Baden-Baden : Nomos Verlagsgesellschaft , 2004.- 44 S.
Schriftenreihe:Juristische Studiengesellschaft Hannover
Heft:38
Seiten:44
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel