Sport und Persönlichkeit unter besonderer Berücksichtigung der arbeitsbezogenen Persönlichkeitsforschung

Zum Abschluss ihrer Arbeit fordert die Autorin, dass die sportbezogene Persönlichkeitsforschung ihren bisher eng begrenzten Horizont verlassen und neue Wege, insbesondere auch in der Zusammenarbeit mit weiteren Wissenschaftsdisziplinen, einschlagen muss, um sich weiterzuentwickeln und wissenschaftlich erfolgreich zu sein. Dieser Schluss ist das Ergebnis einer sehr umfassenden quantitativen sowie qualitativ bewertenden Analyse von mehr als 1000 Quellen, die sie zum Themengebiet "Sport und Persönlichkeit" vorgenommen hat. Dabei rückten Fragen des Vergleichs bzw. der Vergleichbarkeit von wissenschaftlichen Ergebnissen in der arbeits- und sportbezogenen Persönlichkeitsforschung im Mittelpunkt des Interesses. Verdeutlicht werden spürbare Defizite, die diesbezüglich zu konstatieren waren. Darüber hinaus wurde schnell deutlich, dass die Persönlichkeitsforschung insgesamt die Gedächtnisleistung nur unzureichend in ihre Begrifflichkeit wie auch ihre wissenschaftlichen Studien einbezieht. Gleiches gilt im Bezug auf die sportbezogene Persönlichkeitsforschung für die Erkenntnisse der neurobiologischen Hirnforschung zum Beispiel im Hinblick auf die Bildung von Nervenzellen im Gehirn. Davon ausgehend wendet sich das Buch solchen Fragen zu wie: - ohne Gedächtnis keine Persönlichkeit - Persönlichkeitsdiagnostik durch Körper und Bewegung - Resozialisation durch Sport versus Resozialisation durch Arbeit Als ein wesentliches Ergebnis der analytischen Arbeit wird festgestellt, dass durch einen intensiveren Wissenstransfer aus Mutterwissenschaften und Zweigdisziplinen in die sportbezogene Persönlichkeitsforschung wesentliche Theoriepositionen und Forschungsansätze entscheidend erweitert und verbessert werden können. Darüber hinaus läßt die Intensivierung von interdisziplinär angelegten Untersuchungen einen sehr großen Erkenntnisgewinn erwarten. Dadurch können auch wissenschaftliche Grundlagen als Beleg für manch postulierte Annahme (z.B. Sport erzeugt positive Wirkungen) gelegt werden, die bisher nur unzureichend vorhanden sind.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:social sciences
Language:German
Published: Münster, Hamburg, London 2003
Edition:Münster, Hamburg, London: LIT Verlag, 2003.- 371 S. (Studien zur Sportsoziologie, Bd. 12)
Series:Studien zur Sportsoziologie, 12
Pages:371
Document types:book
Level:intermediate