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Essstörungen und Leistungssport

Aufgrund der enormen Bedeutung von körperlicher Aktivität für die Gesundheit sollten alle Menschen regelmäßig körperlich aktiv sein. Manchmal kann sportliche Aktivität jedoch mit einem erhöhten gesundheitlichen Risiko assoziiert sein. Hierzu gehört eine unterkalorische Ernährung, die die gesamte Bandbreite von Störungen des Essverhaltens bis hin zu klassischen Essstörungen betreffen kann. In denjenigen Sportarten, bei denen ein hoher Druck für einen schlanken Habitus besteht, ist von einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Störungen des Essverhaltens bis hin zu klinisch manifesten Essstörungen auszugehen. Eine zu geringe Energiezufuhr mit der Nahrung und/oder ein zu hoher Energieverbrauch durch leistungssportliches Training mit oder ohne manifeste Essstörung sowie eine hypothalamisch bedingte Reduktion der Geschlechtshormone und erniedrigte Knochendichtewerte haben erhebliche gesundheitliche Konsequenzen für die betroffenen Athletinnen und Athleten. Daher sollten v. a in Risikosportarten konsequent sowohl präventive als auch therapeutische Maßnahmen eingesetzt werden.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Sozial- und Geisteswissenschaften
Veröffentlicht in:Handbuch Essstörungen und Adipositas
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Berlin; Heidelberg Springer 2022
Online-Zugang:https://doi.org/10.1007/978-3-662-63544-5_16
Seiten:117-129
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch