Placebo-Effekt von Nahrungsergänzungsmitteln im Sport
Der Placebo-Effekt ist medial en vogue. In einer Sendung des ZDF wurde beispielsweise ein Sportler gezeigt, der auf 3500 m Höhe allen davonlief, weil er eine Sauerstoffflasche umhängen hatte - in der allerdings gar kein Sauerstoff war:. Der Glaube versetzt mitunter Berge! In der Medizin, der Psychiatrie und den Neurowissenschaften macht man sich den Placebo-Effekt, also die Tatsache, dass der Glaube an die Wirkung einer an sich wirkungslosen Substanz die gewünschte Wirkung hervorruft, schon lange in therapeutischen Interventionen zunutze, z. B. in der Schmerzbehandlung (Fässler et al" 2010). Warum also nicht im Sport. Kapseln, Getränke oder vielleicht Pudding ohne wirksame Inhaltsstoffe anstelle von Nahrungsergänzungen (oder Dopingmitteln)? Geht das? Dieser Frage wird in diesem Beitrag auf der Basis der bislang verfügbaren Studien zum Einsatz von Nahrungsergänzungen im Sport nachgegangen. Aber auch die Kehrseite der Medaille wird betrachtet, der Nocebo-Effekt. Last, but not least, wird beschrieben, wie placebo-kontrollierte Studien in der Praxis aufgebaut sein müssen, um den Placebo-Effekt zu quantifizieren.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Tagging: | Placebo |
| Veröffentlicht in: | Swim & more |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2020
|
| Heft: | 11 |
| Seiten: | 38-43 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |