Neuromuscular activity of trunk muscles during side plank exercise and an additional motoric-task perturbation

(Neuromuskuläre Aktivität des Rumpfes beim Seitstütz mit und ohne motorische Perturbations-Aufgabe)

Problem: Rumpf-spezifische sensomotorische Übungen (CSSE) in Kombination mit unerwarteten hochintensiven Perturbationen (UHIP), die mit technischen Hilfsmitteln appliziert wurden, verstärken die neuromuskuläre Aktivität der Rumpfmuskulatur (TM). Da es schwierig ist, UHIP in die klinische Praxis zu integrieren, erscheint es notwendig eine machbare motorische Perturbations-Aufgabe zu implementieren. Ziel der Studie war es, die Auswirkungen einer zusätzlichen motorischen Perturbations-Aufgabe auf das neuromuskuläre Aktivierungsmuster des Rumpfes während des Seitstütz auf stabilem und instabilem Untergrund zu analysieren. Methoden: Zehn Teilnehmer (5m/5w; 29±2 Jahre; 177±7cm, 74±12kg) wurden eingeschlossen und mit einem 12-Kanal Oberflächen-EMG am Rumpf präpariert. Das EMG wurde während des Seitstütz (30sec.) auf einer stabilen Oberfläche (SP) sowie randomisiert unter drei verschiedenen Bedingungen erfasst: Ausführung auf instabilem Untergrund (SPP), Ausführen einer Perturbationsaufgabe auf stabilem Untergrund (SP + P) und Ausführen einer Perturbationsaufgabe auf instabilem Untergrund (SPP + P). Der EMG-RMS (Root Mean Square) wurde für den gesamten Übungszyklus (30 Sekunden) berechnet und auf die individuelle maximale isometrische Kontraktion (% MVIC) normalisiert. Die Muskeln wurden nach ventral (VR; VL) und dorsal (DR; DL) rechts/links gruppiert. Zusätzlich wurden die Verhältnisse von Ventral: Dorsal (V: D) und Side-Right: Side-Left (SR: SL) berechnet. Die Unterschiede zwischen den Bedingungen wurden für die Muskelgruppen und -verhältnisse analysiert (ANOVA für wiederholte Messungen; a=0,05). Ergebnisse: SPP+P zeigte den höchsten EMG-RMS für alle Muskeln außer DL und zeigte signifikante Unterschiede zwischen den Bedingungen SP und SP+P in VR bzw. VL. Es wurden keine Unterschiede (p<0,05) zwischen SPP und SPP+P, SP+P gefunden. Die Verhältnisse zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen den vier Konditionen. Schlussfolgerungen: Durch die zusätzliche Perturbation in Form einer motorischen Zusatzaufgabe während einer rumpf-spezifischen Übung (Seitstütz) wurde die neuromuskuläre Aktivität des Rumpfes signifikant erhöht.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2019
Online-Zugang:https://www.germanjournalsportsmedicine.com/archiv/archiv-2019/issue-6/neuromuscular-activity-of-trunk-muscles-during-side-plank-exercise-and-an-additional-motoric-task-perturbation/?L=1
Jahrgang:70
Heft:6
Seiten:153-158
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch