Die Stressfraktur des Kreuzbeins: MRT-gestützte Zeitskala des Heilungsprozesses einer oftmals fehldiagnostizierten Überlastungsverletzung bei Sportlern

Die Stressfraktur des Kreuzbeins stellt eine oftmals fehldiagnostizierte Überlastungsverletzung bei Sportlern dar. Sie äußert sich in ihrer Initialphase latent und sehr unspezifisch als tiefsitzender, oftmals einseitiger Schmerz im LWS-/ISG- bzw. Gesäß-/Hüft-/Beckenbereich. Eine gesicherte Diagnose gelingt derzeit nur per MRT. Hierauf sowie auf ihre erfolgreiche konservative Therapie mittels Alternativtraining wird anhand zweier Kasuistiken aus dem Jahr 2016 (Elite-Langstreckenläufer und Amateur-Triathlet) eingegangen. Basierend auf einer verlaufsbegleitenden MRT-Diagnostik wird die radiologische Zeitskala der Knochenreparaturprozesse dargestellt und eine Halbwertszeit des ossären Ödemvolumens von 31 ± 7 Tagen abgeleitet. Aus therapeutischer Sicht wird insbesondere auf den Einsatz eines Teilschwerelosigkeitslaufbands (AlterG®) eingegangen. Ein Vergleich der unterschiedlichen individuellen Verläufe der beiden beschriebenen Fälle lässt vermuten, dass sich bei frühzeitiger Erkennung, adäquater Therapie und einem spezifischen Trainingswiedereinstieg die Heilungszeit verkürzen und der Trainingsrückstand deutlich reduzieren lassen können. Abstract from author
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Tagging:Teilschwerelosigkeitslaufband AlterG®
Veröffentlicht in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2018
Online-Zugang:https://doi.org/10.1016/j.orthtr.2017.10.005
Jahrgang:34
Heft:1
Seiten:54-64
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch