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How to protect the clean athletes

(Wie schützt man die sauberen Sportler?)

Anti-doping work can only be successful if athletes are not only participating, but actively engaging and promoting their right to compete in clean and fair sport. To achieve this, there is a strong need for strategic realignment, improvement of doping control programs, support from criminal investigating bodies, as well as structural and person-centred prevention. Anti-doping work needs full independence from the sport establishment to be credible and effective. A real separation of powers implies the establishment of an "International Anti- Doping Service" (IADS) as a missing link in the international anti-doping framework besides the World Anti-Doping Agency (WADA) and the Court of Arbitration for Sport (CAS). WADA must be strengthened to impose sanctions on noncomplying organisations and countries, based on accreditation and review processes, benchmarking and quality controls. The highest standards of good governance must apply to anti-doping organisations. Sports organisations, major event organizers, sport sponsors, media institutes and public authoritiesmust contribute to a global antidoping fund to provide sufficient funding for the new anti-doping framework. The cooperation with criminal investigation bodies is fundamental to identify not only cheating individuals but uncover whole networks. The use of certain substances and methods should be considered under criminal law. Structural preventive measures can contribute an important part, but must go hand in hand with values-based education. Spreading information must not be misjudged as education and education without research is like testing without intelligence: A waste of time, money, and effort. Some propositions of this paper could be implemented immediately,while others will take effect in the long run; nevertheless, each step is important to protect the clean athletes. Die Anti-Doping Arbeit kann nur erfolgreich sein, wenn die Sportler diese nicht nur über sich ergehen lassen, sondern aktives Engagement zeigen, umihr Recht auf saubere und faire Wettkämpfe einzufordern. Um dies zu erreichen, bedarf es dringend einer strategischen Neuordnung, Verbesserung der Dopingkontroll-Programme, Unterstützung durch die Strafermittlungsbehörden sowie einer strukturellen und personenzentrierten Prävention. Um glaubwürdig und effektiv zu sein, muss die Anti-Doping Arbeit völlig unabhängig vom Sportestablishment organisiert werden. Echte Gewaltenteilung in der Organisation der internationalen Anti- Doping Arbeit beinhaltet die Einrichtung eines "Internationalen Anti-Doping-Service" (IADS) als fehlendes Glied neben der World Anti-Doping Agency (WADA) und dem Court of Arbitration for Sport (CAS). Die WADAmuss gestärkt werden, um Organisationen und Länder, die gegen die Regeln verstoßen, zu sanktionieren, basierend auf Akkreditierungsund Reviewprozessen, Benchmarking und Qualitätskontrollen. Die höchsten Good- Governance-Standards müssen in den Anti- Doping-Organisationen Anwendung finden. Sportorganisationen, Organisatoren von Großveranstaltungen, Sportsponsoren, Medieneinrichtungen sowie die staatliche Einrichtungenmüssen ihren Beitrag zu einem globalen Anti-Doping-Fonds leisten, um ausreichende finanzielle Mittel für das neue Anti-Doping-Framework bereitzustellen. Die Zusammenarbeitmit den Strafermittlungsbehörden ist essenziell, um nicht nur den Betrug einzelner Personen, sondern ganzer Netzwerke aufzudecken. Die Verwendung bestimmter Substanzen und Methoden sollte im Strafrecht Berücksichtigung finden. Strukturelle präventive Maßnahmen können einen wichtigen Teil beitragen, müssen jedoch gemeinsammit einer wertebasierten Erziehung erfolgen. Die Verbreitung von Informationen darf nicht als Prävention missverstanden werden. Prävention ohne Evaluierung der Wirksamkeit ist wie die Durchführung von Dopingkontrollen ohne sinnvolle Überlegungen zum bestmöglichen Zeitpunkt: eine Verschwendung von Zeit, Geld und Mühe. Einige der in diesem Beitrag genannten Vorschläge könnten sofort umgesetzt werden, während andere erst langfristig Wirkung zeigen. Nichtsdestotrotz ist jeder Schritt wichtig, um die sauberen Sportler zu schützen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Biowissenschaften und Sportmedizin Sozial- und Geisteswissenschaften Sportgeschichte und Sportpolitik
Tagging:WADA
Veröffentlicht in:German Journal of Exercise and Sport Research
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2017
Online-Zugang:http://doi.org/10.1007/s12662-017-0446-3
Jahrgang:47
Heft:3
Seiten:183-193
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch