Epstein-Barr-Virus-Infektionen
Aufgrund der großen Prävalenz von Epstein-Barr Virus (EBV)-Infektionen sind diese auch für die Sportmedizin von Bedeutung, Bei abnehmender Leistungsfähigkeit wird häufig an eine EBV-Infektion gedacht, besonders wenn Leistungsminderung und grippeähnliche Symptome gleichzeitig vorliegen. Die klassische Trias der durch das EBV ausgelösten infektiösen Mononukleose (IM) besteht aus fieberhafter Angina tonsillaris bzw. Pharyngitis, Lymphadenopathie und dem typischen Blutbild. Nicht selten erfolgt bei der variabel auftretenden, häufig unspezifischen Symptomatik der Erkrankung, der Vielgestaltigkeit der serologischen Antwort und zum Teil unzulänglicher Testmethoden jedoch eine falsche Diagnose. Eine serologische Diagnosestellung sollte eindeutig zwischen Seronegativität, akuter und länger zurückliegender Infektion unterscheiden. Die Therapie erfolgt rein symptomatisch. Eine Sportfreigabe sollte nach individuellem Verlauf erfolgen (z.B. subjektives Wohlbefinden, normalisierte Laborwerte), wobei bei Splenomegalie das seltene Risiko einer Milzruptur bedacht werden sollte.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2014
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| Online-Zugang: | http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/artikel-online/archiv-2014/heft-12/epstein-barr-virus-infektionen/ |
| Jahrgang: | 65 |
| Heft: | 12 |
| Seiten: | 337-341 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |