Die physiologische Herzhypertrophie (Sportherz)
Das Sportherz ist ein exzentrisch hypertrophiertes Herz als Folge einer physiologischen Adaptation durch Ausdauersport und seltener als allgemein angenommen wird. Nur 15 % aller Sportler haben echokardiographisch einen enddiastolischen Durchmesser des linken Ventrikels von 60mm und mehr, nur 2% Wanddicken über 12 mm. Körperdimensionen, Lebensalter und ethnische Einflüsse müssen berücksichtigt werden. Prinzipielle geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen nicht. Differenzialdiagnostisch sind insbesondere Kardiomyopathien abzugrenzen. Trainingsbedingte EKG-Veränderungen sind bei Athleten mit Sportherz häufig. Die Auswurffraktion kann aufgrund der erhöhten parasympathischen Aktivität in Ruhe grenzwertig niedrig sein, normalisiert sich aber unter Belastung. Die diastolische Funktion ist normal bis hochnormal. Belastungsinduzierte Veränderungen nach extremen Ausdaueraktivitäten sind passager und wahrscheinlich ohne klinische Bedeutung. Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass frühere Ausdauerathleten sogar länger leben als Normalpersonen.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2014
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| Online-Zugang: | http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/artikel-online/archiv-2014/heft-12/die-physiologische-herzhypertrophie-sportherz/ |
| Jahrgang: | 65 |
| Heft: | 12 |
| Seiten: | 327-332 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |