Förderung des Leistungssportpersonals - Situation der Trainerinnen und Trainer
(Support of elite sport staff - Situation of female and male coaches)
Vorbemerkung der Fragesteller
Nach Auffassung des Berufsverbandes der Trainer/innen im deutschen Sport e. V. (BVTDS) erfahren Trainerinnen und Trainer im Leistungssport zu wenig Anerkennung für ihre Arbeit, obwohl die Ausbildung des Leistungssportpersonals international einen hervorragenden Ruf besitzt. Viele Trainerinnen und Trainer im Sport sind mit der Bezahlung und der Wertschätzung ihrer Arbeit nicht zufrieden. Dies trifft in besonderem Maße auf hauptamtliche Trainerinnen und Trainer in Amateursportarten zu: Auf der einen Seite wird in diesen Sportarten die Mehrzahl der internationalen Medaillen gewonnen. Gleichzeitig wird von den Trainerinnen und Trainern viel Arbeit für wenig Geld, viel Erfolg und wenig Anerkennung abgefordert. Regelmäßig wird auch medial thematisiert, dass Trainerinnen und Trainer aufgrund besserer Arbeitsbedingungen ins Ausland gehen, um dort zu arbeiten. Nicht zuletzt ist die Arbeit als Trainerin
oder Trainer auch beruflich nicht voll anerkannt. Die Bundesregierung hat auf den unterschiedlichen Ebenen erheblichen Einfluss auf die Situation von Trainerinnen und Trainern. Im Rahmen der Leistungssportförderung wird mit den Sportfachverbänden auch die Personalausstattung verhandelt. Im ehrenamtlichen Bereich kann die Bundesregierung über steuerrechtliche Regelungen die Tätigkeit als ehrenamtliche Trainerinnen bzw. Trainer fördern. Insgesamt fehlt jedoch ein einheitliches Bild über die Arbeitssituation des Leistungssportpersonals, z. B. von Trainerinnen und Trainern in Deutschland im Behinderten- wie im Nichtbehindertensport.
Vorbemerkung der Bundesregierung
Die Durchführung, Organisation und Finanzierung des Sports in der Bundesrepublik Deutschland ist grundsätzlich eine Angelegenheit seiner autonomen Organisationen. Spitzensport wird durch die Bundesregierung gefördert, soweit ein erhebliches Bundesinteresse besteht. Zuwendungen für die Vergütung von Drucksache 18/3394 - 2 - Deutscher Bundestag - 18. Wahlperiode im Spitzensport tätigen Trainerinnen und Trainern werden im Rahmen der Förderung des Leistungssportpersonals bewilligt. Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD als Ziel festgehalten: "Im Spitzensport verbessern wir die Rahmenbedingungen für hochqualifizierte Trainerinnen und Trainer durch gute Arbeitsbedingungen und langfristige Perspektiven."
Damit hat die Bundesregierung Klagen aus den Reihen des Sports aufgegriffen, wonach gut qualifizierte Trainerinnen und Trainer zunehmend ins Ausland abwandern. Es fehlt jedoch aktuelles, valides Datenmaterial zur Situation der Trainerinnen und Trainer. Deshalb hat das Bundesministerium des Innern (BMI) eine Studie zu "Standortbedingungen von Trainerinnen und Trainern im deutschen Spitzensport im internationalen Vergleich" in Auftrag gegeben. Die Studie soll Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Arbeitsbedingungen der Trainerinnen und Trainer im deutschen olympischen Spitzensport formulieren. Die Projektlaufzeit ist bis zum 14. März 2016 vorgesehen.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Ausbildung und Forschung Organisationen und Veranstaltungen |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Berlin
2014
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| Online-Zugang: | http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/033/1803394.pdf |
| Seiten: | 1-28 |
| Dokumentenarten: | elektronische Publikation |
| Level: | niedrig |