Vom klassischen zum sozio-ökonomischen Doping im Sport

Vor dem Hintergrund einer offensichtlich zunehmenden Ausweitung des Begriffs Doping auf andere als die klassischen Sachverhalte nimmt sich der vorliegende Artikel einer umfassenden Betrachtung des Dopingbegriffes an. Ziel dabei ist es, durch eine interdisziplinäre Herangehensweise ein weiter gefasstes Verständnis von Doping in Bezug auf sozio-ökonomische Zusammenhänge im Sport zu erarbeiten. Dabei wird zum einen der Frage nachgegangen, welche strukturellen Gemeinsamkeiten allgemein die Bezeichnung Doping rechtfertigen. Des Weiteren wird anhand eines Vergleichs zwischen klassischem Doping und dem sog. Finanzdoping im Fußball erarbeitet, inwiefern sozialwissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich des klassischen Dopings im Sport dazu herangezogen werden können, bestimmte sozio-ökonomische Maßnahmen im Sport zu analysieren. Dabei wird in Anlehnung an Überlegungen Schetsches (1996) ein Raster entworfen, innerhalb dessen sich verschiedene Formen der Leistungssteigerung im Sport anhand der Dimensionen Legitimität und Legalität kategorisieren lassen (vgl. Schubert and Könecke, 2014). Die Erkenntnisse könnten dabei einen Beitrag für die weitere Erforschung sowie eine effektivere Bekämpfung (auch) des (physiologischen) Dopings leisten.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften Theorie und gesellschaftliche Grundlagen
Veröffentlicht in:Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Lehmanns Media 2013
Online-Zugang:http://www.uni-leipzig.de/lsb?wpfb_dl=535
Jahrgang:55
Heft:1
Seiten:104-135
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch