Arthroskopische Stabilisierung durch Thermoshrinking bei Sportlerschultern: mittelfristige Ergebnisse mit 2 - 8 Jahren Follow up

Die arthroskopische Kapselschrumpfung ist ein seit über 15 Jahren etabliertes Operationsverfahren, welches in der Literatur in den letzten Jahren sehr kontrovers beurteilt wird. Neben Vorteilen des minimal-invasiven Vorgehens ohne Gewebedurchtrennung und eines einfachen operativen Handlings werden die Nachteile einer erhöhten Versagensrate und Komplikationen wie Nervenschädigungen und Chondrolyse diskutiert. In unserer retrospektiven Studie erfassten wir 96 Patienten mit einem Follow up von 2-8 Jahren. Wir stellten eine klare Indikationsstellung, führten ein standardisiertes operatives Vorgehen durch und hielten ein striktes Nachbehandlungsprotokoll ein. Derr korrelierte Constant Score betrug 90, der Rowe Score ebenfalls 90. Beim Rowe Score erreichten 90% ein exzellentes oder gutes, 4% ein befriedigendes und 6% ein schlechtes Ergebnis. Die Versagensrate lag bei 7,3%. Nervale Komplikationen oder Chondrolysen traten in unserem Kollektiv nicht auf. Zusammenfassend sehen wir die arthroskopische Kapselschrumpfung zur Behandlung der Schulterinstabilität als ein für spezielle Indikationen geeignetes und in der Hand des erfahrenen Schulterchirurgen erfolgreiches Verfahren.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2014
Online-Zugang:http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0949328X13002408
Jahrgang:30
Heft:1
Seiten:25-32
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch