Die Spiroergometrie in der Sportmedizin

Die Spiroergometrie wird in der Sportmedizin in verschiedenen Bereichen eingesetzt: Zur Ausdauerleistungsdiagnostik, zur Bestimmung des Energieumsatzes und in der Untersuchung von Leistungslimitationen. Die Ausdauerleistungsdiagnostik ist das größte Einsatzgebiet, wobei die maximale Sauerstoffaufnahme und zum Teil ventilatorische Schwellen als Indikatoren für die Ausdauerleistungsfähigkeit dienen. Daneben lassen sich die anaerobe Kapazität und die Bewegungsökonomie bzw. Effizienz spiroergometrisch erfassen. Der Kalorienverbrauch während körperlicher Aktivität und das Verhältnis von Fett- zu Kohlenhydratverstoffwechslung können spiroergometrisch mittels indirekter Kalorimetrie abgeschätzt werden. Bei Patienten mit reduzierter Leistungsfähigkeit kann die Spiroergometrie Hinweise auf kardiale und pulmonale Limitationen sowie Gasaustauschstörungen liefern. Diagnostisch ist sie bei der Detektion einer dynamischen pulmonalen Überblähung und einer belastungsinduzierten Stimmbandstörung ("vocal cord dysfunction"). Damit ist die Spiroergometrie eine etablierte, breit eingesetzte und komplexe Methode in der internistisch-leistungsphysiologischen Sportmedizin.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2013
Online-Zugang:https://www.uni-ulm.de/fileadmin/externe_websites/ext.dzsm/content/Archiv2013/Heft_12/17_standard_scharhag-rosenberger.pdf
Jahrgang:64
Heft:12
Seiten:362-366
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch