Archive und Quellen zum Sport in der SBZ/DDR

Die Aufarbeitung der Geschichte des DDR-Sports ist eine wichtige Aufgabe, um dessen Entwicklung, seine Verwicklung in politische wie auch ökonomische Prozesse sowie seine internationale Wirkung verstehen zu können. Für dieses bessere Verständnis ist das Studium von Originalquellen, die den DDR-Sportstrukturen zuzuordnen sind, von außerordentlich großer Bedeutung, da in ihnen wesentliche gesellschaftliche, politische und sportliche Grundsätze und Orientierungen nachvollzogen werden können. Die Autoren haben auf mehr als 700 Seiten die Ergebnisse von Recherchen in Archiven, in denen Dokumente aus der DDR verwahrt werden, vorgestellt. Dabei wurden schwerpunktmäßig das Bundesarchiv und neun Landesarchive erschlossen und Aktenbestände zu sportbezogenen Themen aus der SED sowie den DDR-Massenorganisationen FDGB, FDJ, GST, DSA/DS, DTSB dokumentiert. Ein zweiter Schwerpunkt richtet sich auf das Wirken der verschiedenen DDR-Ministerien, die sich mit dem Sport beschäftigten und dem Staatlichen Komitee für Körperkultur und Sport bzw. dem Staatssekretariat für Körperkultur und Sport. Darüber hinaus wurden auch das politische Archiv des Auswärtigen Amtes (insbesondere wichtig für die internationalen Beziehungen des DDR-Sports) sowie zentrale Archive mit Beständen aus der Bundesrepublik Deutschland erschlossen. Ergänzende Archivbestände beziehen sich auf das Deutsche Olympische Institut, das Universitätsarchiv Leipzig, das Zentrum für Jugendforschung sowie das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sportgeschichte und Sportpolitik Leitung und Organisation
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Köln 2003
Ausgabe:Köln: Sport & Buch Strauß, 2003.- 716 S. (Wissenschaftiche Berichte und Materialien 2003; Bd. 01)
Schriftenreihe:Wissenschaftliche Berichte und Materialien des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, 2003, 1
Seiten:716
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel