Verringerung der Beinkraft durch Muskelkompression
Skelettmuskeln können durch das sie umgebende Gewebe (Muskel, Knochen, Bindegewebe) und externe Kräfte komprimiert werden. Der Einfluß dieser Belastungen auf die aktive Muskelkraft wurde bisher noch nicht untersucht. In dieser Studie wurde die maximale Kraft der Oberschenkelstrecker mit und ohne transversale Belastung gemessen. Dazu wurde, bei zehn sitzenden Probanden, mittels einer Platte (m=21.5kg) eine vertikale Belastung auf die Oberschenkelmuskulatur appliziert. Um den Einfluß der Muskelaktivierung auf die Muskelkraft zu erfassen, wurde zusätzlich die EMG-Aktivität des M. rectus femoris gemessen. Die zusätzliche Kompression (vertikale Belastung) hatte keinen signifikanten Einfluß (p=0,62) auf die Muskelaktivierung. Im Gegensatz dazu verringerte sich die Beinkraft signifikant (p=0,002) um 14±11%. Als Ursache für die Kraftreduktion wird die Aufteilung der Muskelarbeit in die longitudinale und zusätzlich in die vertikale Richtung (verrichtete Hubarbeit durch das Anheben der Last) diskutiert. Die 3D-Interaktion zwischen Muskelgewebe und Muskelumgebung spielt für die Erstellung und Validierung zukünftiger 3D-Muskelmodelle eine entscheidende Rolle.
© Copyright 2011 Beiträge zur Bewegungswissenschaft, 2. Veröffentlicht von Verlag Dr. Kovac. Alle Rechte vorbehalten.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | Beiträge zur Bewegungswissenschaft, 2 |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Hamburg
Verlag Dr. Kovac
2011
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| Schriftenreihe: | Schriften zur Bewegungswissenschaft |
| Online-Zugang: | http://www.jbzb.de/index.php?option=com_jresearch&view=publication&task=show&id=27&Itemid=8 |
| Seiten: | 81-90 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | mittel |