Gendoping - aktuelle Möglichkeiten, Risiken und Präventionskonzepte

Mit dem Voranschreiten der Gentherapie wachsen die Ängste um den Missbrauch zu Dopingzwecken. Das durch die WADA definierte Gendoping grenzt sich streng von der Gentherapie ab. Man unterscheidet in vivo und ex vivo Methoden, um in verschiedene Phasen der Genexpression im Organismus Manipulationen durchführen zu können, als effizienteste werden virale Vektoren angesehen. Wichtigste Ansatzpunkte der Forschung sind IGF-1, PPAR?, MSTN und EPO, deren Potenzial teilweise in Tierversuchen zu signifikanten Leistungsverbesserungen führte. Mögliche Risiken für den menschlichen Anwender liegen in heftigen Immunreaktionen, Mutagenese und erhöhtem Krebsrisiko. Große Bemühungen werden in die Entwicklung von Nachweismethoden verwendet, aktuell gibt es jedoch noch keine praktikablen Kontrollmethoden oder dokumentierte Fälle von manipulierten Menschen. Eine bereits erfolgte Anwendung von Gendoping ist dennoch nicht auszuschließen und hochwahrscheinlich.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Sportverletzung Sportschaden
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2011
Online-Zugang:https://www.thieme-connect.de/ejournals/abstract/sport/doi/10.1055/s-0029-1245902
Jahrgang:25
Heft:1
Seiten:23-29
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch