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The molecular response of skeletal muscle to resistance training

(Die molekulare Antwort der Skelettmuskulatur auf Krafttraining)

Die dynamische Anpassungsfähigkeit der Skelettmuskulatur umfasst Veränderungen der metabolischen, strukturellen und kontraktilen Proteine, über die sich das Muskelgewebe an die jeweiligen funktionellen Erfordernisse anpasst. Einige Mechanismen, welche die Muskeladaptation regulieren, sind intrinsischer Art und weitgehend unabhängig von zentralen/zirkulierenden Faktoren. Das Ziel von spezifischen Trainingsprogrammen ist die optimale Aktivierung dieser intrinsischen Mechanismen. Das Training zur Verbesserung der muskulären Ausdauer zielt beispielsweise auf Anpassungen in den zellulären Subsystemen ab, welche die Verfügbarkeit und Utilisation von Energiesubstraten regulieren. Zelluläre Veränderungen, die auf eine beginnende Hypertrophie hinweisen, sind innerhalb von Minuten bis zu Stunden nach einer Krafttrainingseinheit nachweisbar. Davon betroffen sind sowohl Veränderungen in der Produktion und/oder Akkumulation der myogenen Messenger RNA´s als auch die erhöhte Aktivität in Signalwegen mit pro-anabolen Effekten wie beispielsweise die Regulation der Protein- Translation. Aufeinanderfolgende Trainingseinheiten bewirken die Summation dieser Akutantworten, die wiederum zu funktionell bedeutsamen zellulären Adaptationen führen. Neben der Regulation der myogenen mRNA-Produktion (Translation) gibt es weitere regulative Elemente, welche die Schritte zwischen Transkription und Translation modulieren. Diese umfassen proteinbindende mRNA und nicht kodierende RNA (e.g. microRNA) welche die Menge und Translations-Aktivität der spezifischen mRNA regulieren. Wichtig für die Adaptation des Skelettmuskels sind auch die Muskelvorläuferzellen, sogenannte Satellitenzellen. Im speziellen Fall der Skelettmuskelhypertrophie ist evident, dass bestimmte belastungssensitive Veränderungen in der myogenen Genexpression mit der Aktivierung dieser Zellen verbunden sind. Ein tieferes Verständnis für die Sensitivität und die zeitliche Antwort dieser anabolen regulativen Mechanismen liefert dem Fachmann hilfreiche Erkenntnisse über die erforderlichen Trainingsstimuli, die zur Optimierung funktioneller Outcomes und damit zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit führen. Autorreferat
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2010
Online-Zugang:https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2010/heft03/uebersicht_adams_0310.pdf
Jahrgang:61
Heft:3
Seiten:61-67
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch