Zur Bedeutung der Körperhaltung auf Energietransmission und -absorption beim Vibrationstraining

Trainingsgeräte, die Vibrationsbelastungen als Trainingsreiz benutzen, werden in den verschiedensten Anwendungsbereichen von der Therapie bis zum Leistungssport zunehmend eingesetzt. Einige Studien konnten eine Wirksamkeit insbesondere auf Maximal- und Schnellkraft zeigen. Vor dem Hintergrund eines grundsätzlichen Schädigungspotenzials von Vibrationen, z. B. auf Bandscheiben, sollte in dieser Studie der Einfluss der Körperhaltung auf die Transmission und Absorption von Vibrationen im bipedalen Stand untersucht werden. Dazu wurde ein Kollektiv von 20 Sportstudierenden einer Vibrationsbelastung unterzogen und die Beschleunigung auf der Plattform und am Kopf in Abhängigkeit von der Körperhaltung gemessen. Bei der verwendeten Vibrationsfrequenz von 25 Hz konnte in der Spontanhaltung am Kopf eine Transmission von durchschnittlich 9 % gemessen werden. Eine anschließende sukzessive Veränderung der Körperhaltung führte zu einer signifikanten Reduktion der Transmission. Schlussfolgernd ergibt sich die Empfehlung für eine besondere Berücksichtung der Haltungsqualität beim Vibrationskrafttraining verbunden mit der Empfehlung zu einem Verzicht von Übungen, bei denen die Vibrationseinleitung im Liegen oder Sitzen erfolgt.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft
Veröffentlicht in:Sportverletzung Sportschaden
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2010
Online-Zugang:https://doi.org/10.1055/s-0029-1245119
Jahrgang:24
Heft:1
Seiten:36-39
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel