Detektion ausgewählter makromolekularer Substanzen und Manipulationsversuche in der Dopinganalytik

Die Dopingproblematik hat viele Facetten, und eine der Herausforderungen für die Dopinganalytik sind Makromoleküle wie Peptidhormone (z. B. Erythropoietin und hämoglobin-basierte künstliche Sauerstoffträger) oder modifizierte Polysaccharide (z. B. Hydroxyethylstärke). Moderne Nachweismethoden erlauben deren Detektion in Urin- oder Blutproben, sofern der Zielanalyt nicht durch Manipulation zerstört wurde. Etablierte Bestimmungsverfahren erlauben mit Hilfe der Massenspektrometrie, des Western Blottings, sowie der Gelelektrophorese die Detektion verbotener Substanzen, die jedoch, wie kürzlich gezeigt, durch manipulative Zerstörung mittels Proteasen erschwert werden. Neue Techniken erlauben jedoch auch deren Nachweis, wobei synthetische und körperfremde Proteasen in Urinproben als Dopingvergehen geahndet werden.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2009
Online-Zugang:https://www.germanjournalsportsmedicine.com/archiv/archiv-2009/heft-3/detektion-ausgewaehlter-makromolekularer-substanzen-und-manipulationsversuche-in-der-dopinganalytik/
Jahrgang:60
Heft:3
Seiten:70-72
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel