Synkopen und Sport
2. überarbeitete und erweiterte Auflage
Eine Synkope (griech.: synkoptein=zusammenschlagen) wird definiert als eine plötzlich eintretende, kurzfristige Bewusstlosigkeit mit Verlust des Muskeltonus infolge einer vorübergehenden globalen zerebralen Minderperfusion; Synkopen sind spontan reversibel. Umfangreiche Leitlinien und Kommentare zur Diagnostik und Therapie von Synkopen wurden von der European Society of Cardiology und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie publiziert.
Synkopen im Rahmen von Grand-mal-Anfällen gehen mit einer längeren postiktalen Phase einher. Sportarten mit Selbst- oder Fremdgefährdung sind nicht erlaubt.
Kurzfristige Krampfanfälle aufgrund neurokardiogener Mechanismen gehen nur mit Synkopen über wenige Sekunden einher. Die Synkopen sind in der Regel behandlungsbedürftig, nicht jedoch die Krampfanfälle, da es sich hierbei um ein Epiphänomen handelt und nicht um ein genuines Krampfleiden.
Psychogene Synkopen treten fast ausschließlich in Anwesenheit anderer Personen auf; trotz hoher Rezidivneigung kommt es praktisch nie zu synkopal bedingten Eigen- oder Fremdgefährdungen, sodass keine Einschränkung der sportlichen Belastbarkeit besteht.
Gesundheitssport ist bei neurologisch-psychiatrischen Synkopen nach individueller Einschätzung unter kontrollierten Bedingungen möglich.
© Copyright 2007 Sportkardiologie. Körperliche Aktivität bei Herzerkrankungen. Veröffentlicht von Steinkopff Verlag. Alle Rechte vorbehalten.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | Sportkardiologie. Körperliche Aktivität bei Herzerkrankungen |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Darmstadt
Steinkopff Verlag
2007
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| Online-Zugang: | https://doi.org/10.1007/978-3-7985-1707-3_14 |
| Seiten: | 257-271 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |