Einsatz psychometrischer Instrumente in der Übertrainingsdiagnostik
In der Diagnose von Übertrainingszuständen haben sich Parameter des psychophysischen Befindens als zuverlässige Indikatoren herauskristallisiert.
Ein Zusammenhang zwischen Trainingsbelastung und Stimmung kann mit funktionalen Besonderheiten des menschlichen Affektsystems erklärt werden. Gendolla schlägt in diesem Zusammenhang zwei kontextabhängige Mechanismen vor:
1. Handlungspräferenzen zur Veränderung von Stimmungen in positiver Richtung und 2. Situationswahrnehmungen entsprechend den gegenwärtigen Stimmungen. Als zuverlässige Messinstrumente zur Erhebung des psychophysischen Zustands von Sportlern haben sich BFS und EBF-SPORT erwiesen. Beide Instrumente weisen sowohl Vor- als auch Nachteile auf. Sie eignen sich einerseits zur Diagnose und andererseits zum Verlaufsmonitoring von Übertrainingszuständen. Ein Übertrainingszustand lässt sich mit beiden Instrumenten oft schon in einer frühen Phase durch ein typisches Profil des Stimmungsverlaufs erkennen. Interventionsformen sind einerseits eine drastische Trainingsreduktion und andererseits die Anwendung kognitiver Methoden der Verhaltenssteuerung.
© Copyright 2004 Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie. Rub Media AG. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Trainingswissenschaft Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2004
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| Online-Zugang: | https://sgsm.ch/fileadmin/user_upload/Zeitschrift/52-2004-2/5-2004-2.pdf |
| Jahrgang: | 52 |
| Heft: | 2 |
| Seiten: | 57-61 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |