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Angewandte Forschung in den Sportspielen und für das Nachwuchstraining

In der angewandten Wissenschaft und damit auch in der Trainingswissenschaft können vier Wissenschaftstypen unterschieden werden: "Unreife Wissenschaft, die weder wissenschaftlich anspruchsvoll noch praktisch relevant ist; populistische Wissenschaft, die sich nur nach der Relevanz ausrichtet, aber nicht hochwertig ist; pedantische Wissenschaft, die zugunsten des methodischen Rigorismus den Praxisnutzen missachtet; und schließlich, als die erstrebenswerte Variante, pragmatische Wissenschaft" (Schuler, 2006, S. 185). Eine pragmatische Wissenschaft in der systematischen Trainerberatung wird demnach nur funktionieren, wenn Trainer(-innen) wissenschaftlich gestützte Empfehlungen von Trainingswissenschaftler(-innen) erwarten können, die zum einen methodisch korrekt und zum anderen praktisch bedeutsam sind. Eine empirische Fundierung der Expertise in den Sportspielen ist bisher eher rudimentär vorhanden und eine Abschätzung der Expertise in die Zukunft entsprechend schwierig. Dennoch müssen wir die "Kunst" des Nachwuchstrainers mit empirisch bewährtem Hintergrundwissen unterstützen, weiterentwickeln und bisherige Vorgehensweisen kritisch hinterfragen, damit das Training als Experiment, wie es Dieter Altenburg einmal sehr treffend formuliert hat (Pfaff & Altenburg, 2005, S. 23), durch eine evidenzbasierte Trainingspraxis ersetzt wird.
© Copyright 2006 Zeitschrift für Angewandte Trainingswissenschaft. Meyer & Meyer Verlag. Veröffentlicht von Meyer & Meyer. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Nachwuchssport Spielsportarten
Veröffentlicht in:Zeitschrift für Angewandte Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Aachen Meyer & Meyer 2006
Online-Zugang:https://open-archive.sport-iat.de/sponet/9_NWWS_06_Buesch.pdf
Jahrgang:13
Heft:2
Seiten:85-91
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch