Das Supinationstrauma des Fußes. Eine Übersicht unter besonderer Berücksichtigung der calcaneocuboidalen Kapselbandverletzung
(The supination of the foot. An overview with special reference to calcaneocuboidalen capsular ligament injury )
Umknickereignisse des Fußes, die vor allem beim Sport auftreten, werden nach wie vor häufig bagatellisiert. Der Begriff "Distorsion" beschreibt lediglich den Verletzungsmechanismus und liefert keine brauchbaren Informationen für eine zielgerichtete Therapie nach einem Inversionstrauma des Fußes. Drei bis sechs Prozent der "Distorsionstraumata" führen zu einer calcaneocuboidalen Kapselbandverletzung.
Eine Instabilität des Calcaneocuboidalgelenkes wird bisher meist nicht erkannt und muss als mögliche Ursache für langwierige und schmerzhafte Störungen der Belastbarkeit nach einem Inversionstrauma berücksichtigt werden. In Deutschland ist mit einer Inzidenz von etwa 500 calcaneocuboidalen Kapselbandverletzungen pro Tag zu rechnen, von denen etwa 1/3 chronisch instabil werden.
Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer exakten Differenzialdiagnostik nach einem frischen Supinationstrauma und bei chronischen Instabilitäten des Fußes. Die diagnostischen Maßnahmen sind nicht ausreichend validiert, sodass sich eine eindeutige Diagnose als Grundlage einer adäquaten Therapie aus der Kombination von Befunden verschiedener diagnostischer Ebenen (Anamnese, klinische Untersuchung, bildgebende Diagnostik) ergibt.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Tagging: | Sprunggelenk |
| Veröffentlicht in: | Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2006
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| Online-Zugang: | https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2006/heft11/271-276.pdf |
| Jahrgang: | 57 |
| Heft: | 11/12 |
| Seiten: | 271-276 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |