Brugada-Syndrom - seltene Ursache plötzlicher Todesfälle bei Sportlern
Plötzliche Todesfalle bei Sportlern sind seltene, aber tragische Ereignisse. Eine mögliche Ursache für diese stellt das Brugada-Syndrom dar, eine genetisch determinierte arrhythmogene Herzerkrankung, die gekennzeichnet ist durch plötzliche Herztodesfälle bedingt durch Kammerflimmern. Das Ruhe-EKG bei Patienten mit einem Brugada-Syndrom weist charakteristische Besonderheiten mit einer ST-Streckenanhebung um mind. 0,2mV in den Ableitungen V1 bis V3 auf. Viele Patienten haben zusätzlich eine verlängerte PQ-Zeit. Bei nahezu einem Viertel der Patienten mit Brugada-Syndrom lässt sich eine Mutation der ƒ¿-Untereinheit des Natriumkanals nachweisen. Die Prognose des Brugada- Syndroms bei bereits reanimierten Patienten ist schlecht, bewährt hat sich bei diesen Patienten die Implantation eines automatischen Defibrillators. Weniger eindeutig sind die Daten bei Patienten mit Synkopen, genetisch Verwandten von betroffenen Patienten und Patienten, die asymptomatisch sind und ein typisches Brugada-EKG aufweisen. Der Ajmalin-Test kann zur Demaskierung des Brugada-Syndroms dienen. Inwieweit allerdings der Ajmalintest und auch die programmierte Ventrikelstimulation prognostisch relevant sind, ist umstritten. Zusammenfassend handelt es sich beim Brugada-Syndrom um eine primar "elektrische" Herzerkrankung. Wichtig ist es Patienten mit dieser Erkrankung frühzeitig zu erkennen.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Greven
2005
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| Online-Zugang: | https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2005/heft05/131-134.pdf |
| Jahrgang: | 56 |
| Heft: | 5 |
| Seiten: | 131-134 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |