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Wissenschaftliche Unterstützung der olympischen Wintersportarten - Der Beitrag des Bundesinstituts für Sportwissenschaft

Die sportlichen Erfolge bei Olympischen Winterspielen werden seit vielen Jahren von einer kontinuierlichen wissenschaftlichen Unterstützung der praktischen Trainingsarbeit begleitet. Die Hilfe der Wissenschaft betrifft einmal mittel- und langfristig die sogenannte Forschung und die Technologieentwicklung, durch die sichergestellt werden soll, dass die Leistungs- und Trainingsstruktur immer weiter aufgeklärt wird und immer wieder neue innovative trainingsmethodische Ideen und weiterentwickelte Sportgeräte in das Trainings- und Wettkampfhandeln eingebracht werden. Sie betrifft zum Zweiten die wissenschaftsorientierte Betreuung, bei der insbesondere mit den Sportlern komplizierte leistungsdiagnostische Maßnahmen (schwerpunktmäßig mit biomechanischen und sportmedizinischen Methoden) zur Absicherung der Trainingssteuerung durchgeführt, neue Trainings- und Wettkampfgeräte für die Nationalmannschaft gefertigt oder darüber hinausgehend den Trainern und Sportlern aufgrund der aktueller Erkenntnisse und einer systematischen Analyse der leistungssportlichen Entwicklung Ratschläge gegeben werden. In Bezug auf die eingeführte Unterscheidung wissenschaftlicher Arbeitsrichtungen ergeben sich im Einzelnen die folgenden Felder wissenschaftlicher Unterstützung der olympischen Wintersportarten (die im Prinzip auch für die Sommersportarten gelten): - grundlagenorientierte Forschung als Vorlaufforschung; - prozessbegleitende Forschung in Training und Wettkampf; - Entwicklung von Trainings-, Wettkampf- und Messgeräten; - Fertigung von Trainings- und Wettkampfgeräten zur Ausstattung der Nationalmannschaften; - leistungsdiagnostische Unterstützung/Betreuung im Training; - wissenschaftsorientierte, insbesondere trainingsmethodisch orientierte Beratung in Training und Wettkampf; - Analyse nationaler und internationaler Entwicklungen im Spitzensport. Die sportwissenschaftlichen Organisationen, also das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) (mit den Universitäten), das Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) und das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT), die in Deutschland hauptsächlich den Spitzensport wissenschaftlich unterstützen, setzen bei der Bearbeitung der einzelnen wissenschaftlichen Problemfelder ihre Aufgabenschwerpunkte unterschiedlich: BISp-geförderte universitäre Projekte: - grundlagenorientierte Forschung; - prozessbegleitende Forschung; - leistungsdiagnostische Unterstützung/Betreuung und Beratung; - Entwicklung von Trainings- und Wettkampfgeräten sowie von Messsystemen zur Leistungsdiagnostik. FES: - Entwicklung und Fertigung von Trainings- und Wettkampfgeräten sowie von Messsystemen zur Leistungsdiagnostik; - leistungsdiagnostische Unterstützung/Betreuung und Beratung. IAT: - wissenschaftsorientierte, trainingsmethodisch orientierte Beratung und Betreuung; - leistungsdiagnostische Unterstützung/Betreuung und Beratung; - prozessbegleitende Forschung; - kontinuierliche Analyse der aktuellen Entwicklungen im internationalen Spitzensport.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sportgeschichte und Sportpolitik Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2002
Online-Zugang:https://www.bisp.de/SharedDocs/Downloads/Publikationen/Jahrbuch/Jb_2001_Artikel/Carl.pdf?__blob=publicationFile&v=1
Dokumentenarten:elektronische Publikation
Level:niedrig