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Creatin im Sport - Ergogenes Supplement?

Creatin als Nahrungsergänzungsmittel erfreut sich aufgrund seines potentiell "ergogenen" Effektes bei Leistungs- und ambitionierten Freizeitsportlern zunehmender Popularität. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den biochemischen und wissenschaftlichen Aspekten der Creatin-Supplementierung. Zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre lassen eine Verbesserung der Leistungsfähigkei bei wiederholten maximalen oder submaximalen Belastungen vermuten. Nur wenige Studien belegen die Möglichkeit von Creatin, Leistungen im Wettkampf messbar zu verbessern. Empfehlungen für die medizinische Beratung von Sportlern, die eine Creatin-Supplementierung erwägen, werden im Überblick dargestellt. Sowohl Ärzten, die Beratungen von Sportlern durchführen, als auch den Sportlern selbst sollte bewusst sein, dass die Langzeiteffekte einer Creatin-Zufuhr bislang unbekannt sind. Creatin steht derzeit nicht auf der Liste der verbotenen Substanzen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Creatine has become increasingly popular as a nutritional supplement among athletes both on a competitive and recreational level due to its potential "ergogenic" effects. This paper reviews the biochemical and scientific aspects of the creatine supplementation. Over the past several years many studies have suggested an improvement in performance during repetitive maximal and submaximal activities. On the contrary only few studies support the ability to improve performance measurably during competition. Recommendations for athletes considering creatine supplementation are described in a survey. Both clinicians and athletes should be aware thet the long term effects of creatine supplementation are unknown. At present, creatine is not listed as a banned substance by the International Olympic Committee (IOC).
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2002
Online-Zugang:https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2002/heft07_08/a02_78_02.pdf
Jahrgang:53
Heft:7-8
Seiten:213-220
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch