Geschlechtsspezifische Differenzen in motorischen Fertigkeiten während der Kindheit und Geschlechtsspezifische Differenzen in motorischen Fertigkeiten während der Kindheit und Jugendzeit

(Geschlechtsspezifische Differenzen in motorischen Fertigkeiten während der Kindheit und Jugendzeit: geschlechtsspezifische Differenzen in motorischen Fertigkeiten während der Kindheit und Jugendzeit)

1.Für die Mehrzahl der untersuchten Fertigkeiten kann angenommen werden, daß vorpuberale geschlechtsspezifische Unterschiede im motorischen Verhalten umweltbedingt sind. Die Effekte sind während dieser Zeit relativ gering. Erwartungen und Behandlung durch Bezugspersonen sowie Übungsgelegenheiten unterscheiden sich zugunsten der Jungen. 2.Die Ergebnisse für einige Fertigkeiten lassen vermuten, daß die mit Beginn der Pubertät zunehmenden Unterschiede auf biologische Bedingungen zurückgehen (gekoppelt mit zunehmender Kraft und Größe der Jungen). Unterschiedliche Umweltbedingungen ("Konkurrenzorientierung", "geschlechtsspezifisches Rollenverhalten") potenzieren diesen Effekt. 3.Die Untersuchung sagt etwas über die Produkte - also die Quantität - von Bewegungen aus. Über die Prozesse - also über die Qualität des Bewegungsablaufs - wird hier nicht befunden. 4.Ethnische und sozio-ökonomische Aspekte zum Thema sind nicht kontrolliert worden. Zu berücksichtigen wären sie auf jeden Fall, da davon ausgegangen werden muß, daß beide Variablen mit unterschiedlichem Erziehungsverhalten der Eltern zusammenhängen. 5.Die Rolle der Genetik kann auf der vorliegenden Daten-Basis nicht geprüft werden. Zwillingsuntersuchungen etwa würden Vermutungen über die Rolle der Genetik bei motorischen Leistungen eher zulassen.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Biowissenschaften und Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Online-Zugang:http://www.uni-kassel.de/fb3/psych/pers/zimmermann/22-zimm.htm
Dokumentenarten:elektronische Publikation
Level:hoch