Physik des Golfspiels. Mit Newton zum Tee
Die physikalischen Grundlagen von Sportarten waren schon immer ein ein aktives und attraktives Forschungsgebiet. Golf ist da keine Ausnahme. Zum einen führt das physikalische Verständnis von Bewegungsabläufen langfristig zu Leistungsverbesserungen und zum anderen ist die Anwendung mechanischer Gesetze auf Abläufe im Sport eine attraktive Möglichkeit, trockene Theorie anhand lebendiger praktischer Beispiele interessant zu vermitteln. Trotzdem gab es bisher kein deutschsprachiges Buch zur Physik des Golfspiels. Diese Lücke wird mit der vorliegenden Arbeit des Physikers Ivan Egry geschlossen, der nach seinen Worten mit Eintritt in den Ruhestand Zeit gefunden hat, sich den wirklich wichtigen Dingen im Leben zu widmen, zu denen er Golf unbedingt hinzurechnet. Ob Golfschwung, Ballflug, Abschlag, Einlochen oder Treffmoment - alles wird mit soviel Mathematik wie nötig und so wenig Mathematik wie möglich erklärt. Im Gegensatz zu den meisten wissenschaftlichen Abhandlungen zum Golfspiel, die dem Leser kaum die Möglichkeit geben, die vorgestellten mathematischen Gleichungen und Resultate auch nur ansatzweise nachzuvollziehen, hat Egry versucht, denjenigen Lesern, die es genauer wissen wollen, diese Möglichkeit zu geben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei aber auf der Interpretation der Ergebnisse und nicht auf deren Herleitung. Als Orientierungshilfe sind wichtige Formeln eingerahmt. Neben der Erläuterung wichtiger physikalischer Grundlagen typischer Golftechniken widmet der Autor auch ein Kapitel dem Aspekt der Golftaktik. Das Handwerkszeug für dieses Kapitel liefert weniger die Physik als vielmehr die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Die Grundzüge der Theorie werden erläutert und aufgezeigt, wie man sie in golftypischen Situationen anwendet. Es wird erläutert, wie man auf Basis einfacher Situationsanalysen zu "wissenschaftlich untermauerten" Schlußfolgerungen und Entscheidungen kommen kann, die einen spielstrategischen Vorteil bringen. Allerdings gibt es in der Realität des Spiels eine Fülle von Einflußfaktoren, wie eigenes Können, Zählweise und Entscheidungen des Gegners, deren Betrachtung der Autor dem golfspielenden Leser selbst überlassen möchte. Es geht dem Autor darum, mechanische Prozesse zu verstehen, das heißt, einen quantitativen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung herzustellen und die für Erfolg und Mißerfolg relevanten Parameter zu erkennen. In diesem Sinne ist dieses Werk ein "Verstehbuch" und kein Lehrbuch.
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| Notationen: | Spielsportarten Naturwissenschaften und Technik |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Weinheim
Wiley-VCH
2014
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| Seiten: | 189 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |