Sportrecht

Der Bereich des Sportrechts weist viele Facetten auf, so dass es schwer ist, einen Gesamtüberblick zu behalten und im Rahmen eines Lehrfachs, welches es mehr und mehr an den unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen gibt, alle relevanten Inhalte zu vermitteln. In Deutschland mangelt es darüber hinaus sowohl an umfassenden als auch an kompakten Lehrbüchern zu diesem Fachgebiet. Das vorliegende Buch versucht, diese Lücke zu schließen. Es wendet sich sowohl an Jurastudenten als auch an Nichtjuristen in sozial- und sportwissenschaftlichen Studiengängen und soll gleichzeitig allen am Sport beteiligten Akteuren (Sportlern, Funktionären, Sportwissenschaftlern, Trainern, Betreuern, Ärzten, Zuschauern, Vermarktern, Sponsoren u. v. a.) als Informationsquelle dienen. Sportrecht ist in Deutschland zuerst das von den Verbänden und Vereinen autonom gesetzte Recht des Sports. In einem weiteren Sinne gehört dazu aber auch die staatliche Rechtsordnung, die sportliche Sachverhalte zum Gegenstand hat. Die einzelnen Themengebiete des Sports werden als Teil eines komplexen Systems dargestellt. Ausgehend von den Grundlagen des Sports werden spezielle Themengebiete wie Haftungsrecht, Sportarbeitsrecht, zivilrechtliche Haftung, Strafbarkeit im Sport, Doping, Fangewalt, Sport und Medien, Vermarktung und Sponsoring sowie Sport und Steuern einer genauen Analyse unterzogen. Abschließend folgt eine exemplarische Übersicht über die Organisationsstruktur von 19 deutschen Sportfachverbänden. Mit dieser Übersicht soll aufgezeigt werden, welche unterschiedlichen Strukturen es in den verschiedenen Sportarten gibt und dass angesichts der Pluralität der Verbandsstrukturen letztlich nicht von einem einheitlichen Vereins- und Verbandsrecht die Rede sein kann. Im Zentrum der Darstellung stehen in diesem Lehrbuch die anerkannten Gegebenheiten des Rechts, wie sie sich aufgrund der gesetzlichen Vorgaben, durch die wissenschaftliche Interpretation und die gerichtliche Praxis herausgebildet haben. Auf Streitfragen von größerer Bedeutung wird hingewiesen, ebenso auf mögliche zukünftige Entwicklungen. Da es sich beim Sportrecht meist um Querschnittsprobleme handelt, die sowohl zivilrechtliche als auch öffentlichrechtliche und strafrechtliche Aspekte aufweisen, müssen Rechtsgrundlagen aus den unterschiedlichsten Gesetzen herangezogen werden, um sportrechtliche Fälle zu lösen. Zusätzlich zu den staatlich gesetzten Normen sind dabei die von den jeweiligen Sportverbänden erlassenen Vereins- und Verbandsregelungen zu berücksichtigen (wobei die Autoren aufzeigen, das Regelungen in internationalen Verbänden z. B. im Zusammenhang mit der zentralen Erfassung von Daten durch die WADA z. T. dem deutschen Grundgesetz widersprechen). Die einleitenden Seiten beinhalten neben einem umfangreichen Abkürzungsverzeichnis eine kurze Übersicht über Literatur zum Sportrecht unter Einbezug ausgewählter Internetadressen. Vertiefende Literatur findet sich am Ende der jeweiligen Kapitel.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Theorie und gesellschaftliche Grundlagen
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Tübingen Mohr Siebeck Verlag 2014
Seiten:213
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch