Rechtliche Problemstellungen um Athletenvereinbarungen
Der Konstanzer Arbeitskreis für deutsches und internationales Sportrecht beschäftigt sich seit vielen Jahren mit aktuellen Themen des Sports aus rechtlichen Blickwinkeln. Auf der Jahrestagung 2011 wurde der Fokus der Präsentationen und Diskussionen auf die Athletenvereinbarungen gelegt, die zwischen den Sportlern und ihren Sportverbänden abgeschlossen werden. Ziel ist es, den sportrechtlichen Rahmen abzustecken, auf den sich die beiden Partner verpflichten. Die Notwendigkeit einer solchen Vereinbarung begründet sich in der zunehmenden Verflechtung des Sports, und insbesondere des Leistungssports, mit weiteren gesellschaftlichen Teilbereichen wie den Medien und der Wirtschaft, aus denen sich für Sportler und Sportverbände unterschiedliche Möglichkeiten, aber auch Notwendigkeiten ergeben, die nicht zwingend deckungsgleich sein müssen. Um ansonsten potenziell mögliche Risiken und Probleme in der Interaktion von Athlet und Verband zu vermeiden, bieten Athletenvereinbarungen eine geeignete Lösung in wichtigen Bereichen an, sie sollen Rechtssicherheit und Rechtsklarheit schaffen.
In den Medien immer wieder reflektierte Probleme in dieser Beziehung sollen deshalb vor ihrem Entstehen erkannt und gemeinsam verbindlich und einvernehmlich geklärt werden. Dabei besteht die "Kunst" in einem vernünftigen und beiderseitig anerkannten Interessensausgleich. Themen wie die individuelle und die durch den Sportverband gesteuerte Vermarktung sportlicher Leistungen und Sportler wie auch genereller Rechte mit Blick auf den Datenschutz sind deshalb von Autoren des Konstanzer Kreises aufgegriffen worden. Sie stellen diese an praktischen Beispielen aus dem Skisport und aus der Leichtathletik dar. Ein dritter Beitrag untersucht, welche Auswirkungen das geltende Kartellrecht für Athletenvereinbarungen hat, insbesondere wenn es darum geht, dass Sportlerinnen und Sportler Zugang zu Sportveranstaltungen gewährt wird, d.h. sie für entsprechende Wettkämpfe von ihrem Verband nominiert werden. Im abschließenden Beitrag wird verdeutlicht, dass der Umgang mit Athletenvereinbarungen und das Verstehen der sich aus ihnen ergebenden Konsequenzen für Sportler keine triviale Angelegenheit darstellt, sondern dass es zunehmend angeraten ist, dass sich Sportler Experten mit entsprechender (sport)rechtlicher Kompetenz suchen, die mit ihnen gemeinsam die Regelungen der Athletenvereinbarung durchgehen, bevor diese dann unterschrieben werden.
Inhaltsverzeichnis
F. Steinle: Rechtliche Problemstellungen um die Athletenvereinbarung aus der Verbandspraxis
A. Jakob-Milicia: Rechtliche Problemstellungen bei Athletenvereinbarungen unter besonderer Berücksichtigung des Datenschutzes sowie der Vermarktung in der deutschen Leichtathletik
I. Hannamann: Athletenvereinbarungen aus kartellrechtlicher Sicht
S. Bergmann: Rechtliche Problemstellungen um die Athletenvereinbarung aus Athletensicht
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Sozial- und Geisteswissenschaften Sportgeschichte und Sportpolitik |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Stuttgart
Richard Boorberg Verlag
2013
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| Schriftenreihe: | Recht und Sport, 41 |
| Seiten: | 70 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |