Olympische Winterspiele in Soci. Staatlich-private Bewältigung eines Mega-Projekts in einem reichen Staat
Im Februar 2014 richtet Russland erstmals Olympische Winterspiele aus. Für das Land und die Regierung Putin stellen diese Spiele ein Highlight in der Sportgeschichte des Landes dar. Russland wollte bei diesen Spielen nicht nur den sportlichen Erfolg, sondern gleichermaßen der Welt beweisen, wozu dieses Land in der Lage ist - nämlich zur perfekten Ausrichtung eines derartigen Großereignisses wie Olympischen Spielen.
Der Verfasser des vorliegenden Buchs - gleichzeitig seiner Dissertation - stellt dar, wie eine "staatlich-private Bewältigung eines [solchen] Mega-Projekts in einem reichen Staat" wie Russland möglich ist. Dabei werden Fragen wie "Warum organisiert man Olympische Spiele?", "Wie erfolgen die Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014?", "Wie und warum kooperieren staatliche und private Akteure?" und andere beantwortet.
Eingangs werden die Beweggründe für die Veranstaltung Olympischer Spiele aus stadtsoziologischer/stadtgeografischer, politikwissenschaftlicher und wirtschaftswissenschaftlicher Sicht betrachtet. Anschließend erläutert der Autor die Organisations- und Durchführungsmodi Olympischer Spiele (rein staatliche Spiele, rein private Spiele, Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Staat und privaten Akteuren, veranstaltungsbedingte Herausforderungen). Er wendet sich dann konkret der Situation in Russland zu und stellt zuerst die Grundbedingungen des Wirtschaftens in der Russischen Föderation dar. Danach beleuchtet er ausführlich die Gegebenheiten um die Spiele in Sotschi: die Ausgangsbedingungen, die gesetzlichen Grundlagen für die Vorbereitung und Durchführung der Olympischen Spiele, konkrete Projekte wie das Alpinskizentrum Rosa Chutor in Krasnaja Poljana oder das Gorki Projekt. Der abschließende Teil des Buches ist eine Evaluation der Risiken. Zusammenfassend sieht der Autor das Olympiaprojekt als in-win-Situation sowohl für den Staat als auch für die privaten Investoren.
Die Arbeit berücksichtigt die Entwicklungen bis Dezember 2013. Ihre Hauptzielgruppe sind "Osteuropaforscher und Verwaltungswissenschaftler mit dem Interessenschwerpunkt für neue Formen der staatlichen Aufgabenerfüllung".
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Sportgeschichte und Sportpolitik Theorie und gesellschaftliche Grundlagen Leitung und Organisation |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Berlin
BWV, Berliner Wissenschafts-Verlag GmbH
2014
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| Schriftenreihe: | Schriftenreihe zum osteuropäischen Recht, 20 |
| Seiten: | 242 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |