Neue Entwicklungen bei den Erythropoietinen
Doping mit rekombinantem humanen Erythropoietin (rHuEPO) ist mittels isoelektrischer Fokussierung (IEF) und Immunoblotting von Urinproben nachweisbar. Neben den etablierten rHuEPO-Wirkstoffen Epoetin alfa und Epoetin beta wird in der EU neuerdings Epoetin del-ta vermarktet, das in Zellkulturen humaner Fibrosarkomzellen produziert wird. Erste Epoetin Nachmachprodukte ("Biosimilars") sind in der EU zugelassen. Klinisch etabliert ist das langlebige rHuEPO-Mutein Darbepoetin alfa, welches hyperglykosyliert ist und nach IEF in Urinproben nachgewiesen werden kann. Eine noch längere biologische Halbwertszeit hat der "Continuous Erythropoiesis Receptor Activator" C.E.R.A., ein pegyliertes Epoetin beta. Zudem werden EPO-Fusions-proteine und peptidische EPO-Mimetika (z.B. Hematide™) bereits klinisch erprobt. Über die renale Ausscheidung dieser neuen Produkte ist wenig bekannt. Ferner gibt es eine Vielzahl kleinmolekularer Stoffe, die oral eingenommen werden können und die endogene EPO-Produk-tion stimulieren. Einige dieser Stoffe (z.B. sog. "HIF-Stabilisatoren") haben möglicherweise gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen.
© Copyright 2009 Verbotene Methode - Erhöhung des Sauerstofftransfers. Doping-Kleinkonferenz 2007. Veröffentlicht von Leipziger Verlagsanstalt. Alle Rechte vorbehalten.
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| Notationen: | Ausdauersportarten Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Tagging: | Erythropoietin Missbrauch |
| Veröffentlicht in: | Verbotene Methode - Erhöhung des Sauerstofftransfers. Doping-Kleinkonferenz 2007 |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Leipzig
Leipziger Verlagsanstalt
2009
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| Schriftenreihe: | Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, 2008, 03 |
| Seiten: | 55-63 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |