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Spitzensport und Staat : eine Standortbestimmung vor Peking 2008 - Symposiumsbericht, Köln 2007

"Der deutsche Sport ist autonom, nur nicht finanziell." - Dieses Zitat des ehemaligen Bundesinnenministers Otto Schily beschreibt in sehr verkürzter Form einen Aspekt des Verhältnisses zwischen dem (Spitzen-)Sport und Staat. Wie komplex die Verflechtungen ausgeprägt sind, wurde durch die soziologischen und ökonomischen Betrachtungen namhafter Referenten in Köln überdeutlich, die die Fragestellung aus unterschiedlichen Perspektiven bearbeitet haben. Vor den Olympischen Sommerspielen in Peking sind die Diskussionen um die Beziehung zwischen Spitzensport auf der einen und der öffentlichen Hand auf der anderen Seite in vielfältiger Hinsicht aktueller als jemals zuvor. Hier sollen beispielhaft nur einige Aspekte genannt werden, ohne jeden Anspruch auf Vollzähligkeit: • Wie ist der Nachwuchsproblematik im Bereich der Athletinnen und Athleten angesichts der gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen wirksam zu begegnen? • Wie lässt sich das Berufsfeld der Trainerinnen und Trainer quantitativ und qualitativ stabilisieren? • Wie lässt sich Doping im Sport wirkungsvoll und nachhaltig bekämpfen? • Inwieweit können Spitzensportler, wenn sie denn überhaupt noch als Vorbilder wahrgenommen werden, ethische Grundvorstellungen vermitteln? • In welchem Umfang können zumindest die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender einen Beitrag leisten, bislang dort unterrepräsentierten Sportarten zu mehr Präsenz zu verhelfen, um damit deren finanzielle Situation zu verbessern? Das Bundesinstitut hat mit diesem Symposium ein Podium für die Diskussion um Weichenstellungen für die künftige Sportentwicklung geboten. Projekte wie der internationale Leistungssportsysteme-Vergleich, den Professor Helmut Digel (Universität Tübingen) im Auftrag des BISp durchgeführt hat, dienen unmittelbar der Beratung der Sportpolitik. Mit dem von Professor Christoph Breuer (Deutsche Sporthochschule Köln) zwischenzeitlich vorgelegten ersten Sportentwicklungsbericht unterstützt das BISp- in wesentlicher Erweiterung der früheren Finanz- und Strukturanalysen des deutschen Sports - zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund die politischen Entscheidungsträger, indem wissenschaftlich fundiertes Datenmaterial in verständlicher und praxisrelevanter Form vorgestellt wird. Dieser Band soll dazu dienen, das komplexe Beziehungsgeflecht von Spitzensport und Staat besser zu verstehen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften Sportgeschichte und Sportpolitik
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Köln Sportverlag Strauß 2007
Ausgabe:Köln: Strauß, 2007.- 140 S.
Schriftenreihe:Wissenschaftliche Berichte und Materialien des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, 2007, 15
Seiten:140
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch