3038775

Ökonomik von Sportligen

Das praktische Interesse an Erkenntnissen zur Ökonomie des Sports ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen, woran die Entwicklung der Wettkampfsysteme und der Organisationsstrukturen in den großen nationalen Spielsportarten Fußball, Eishockey, Basketball, Handball und Volleyball wesentlich beteiligt war. Im Zuge der Globalisierung, Kommerzialisierung, Professionalisierung und Medialisierung haben die Verflechtungen zwischen Sport, Recht und Ökonomie einen Grad erreicht, der noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar war. Gleichzeitig sind daraus komplexe Verbindungen, Strukturen und auch Abhängigkeiten entstanden, die auf die zukünftigen Entwicklungstrends in diesen Sportarten im nationalen wie im internationalen Rahmen entscheidenden Einfluss nehmen werden und Entsprechungen in geeigneten Organisationsformen finden müssen. Dabei spielen die inzwischen aus den Sportverbänden ausgegliederten Sportligen eine entscheidende Rolle. Diese müssen den sportlichen Interessen genauso entsprechen wie den wirtschaftlichen und rechtlichen Notwendigkeiten. Fragen des Wettspielbetriebs, des Transfers von Spielern zwischen Vereinen und Verbänden im Nachwuchs- wie im Erwachsenenalter müssen genau rechtlich solide geregelt sein wie die kommerzielle Verwertung der Rechte, die den Ligaverbänden übertragen wurden. Im Unterschied zur Situation in der Wirtschaft allgemein, ist dabei die Besonderheit zu beachten, dass ein Verein einerseits seine individuellen Interessen hat, die er aber ohne die Konkurrenten aus der Liga nicht oder nur sehr eingeschränkt umsetzen kann, d.h. eine Monopolstellung wäre eher kontraproduktiv. Dieses Geflecht eines "assoziativen Wettbewerbs" zur Ermittlung des sportlich Besten stellt die Grundbedingung dar, um Einzel- und Gruppeninteressen erfolgreich verfolgen zu können. Davon ausgehend widmen sich die Beiträge des Sammelbandes drei theoretischen Schwerpunkten mit hoher praktischer Relevanz: Theorie der Sportspiele mit Beiträgen zur Stellung von Stars in den Sportligen, zur Effizienz gewinnmaximierender Kapitalgesellschaften und zur Kostenkontrolle und Wettbewerbssicherung im Lizenzierungsverfahren, Theorie des Spielermarktes, mit Beiträgen zu den Einkommen der Stars und der Nicht-Star-Spieler, zu den sportökonomischen Auswirkungen des Bosman-Urteils und des neuen Transfersystems im europäischen Fußball und im Rahmen der FIFA, Theorie der Sportverwertung, mit Beiträgen zum Spannungsfeld Zentral- und Einzelvermarktung im Mannschaftssport, zur Zentralvermarktung von Sportübertragungsrechten aus sportökonomischer Sicht und aus dem Blickwinkel der Fernsehstationen.
© Copyright 2005 Veröffentlicht von Hofmann Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften Spielsportarten Leitung und Organisation
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Schorndorf Hofmann Verlag 2005
Ausgabe:Schorndorf: Hofmann, 2005.- 235 S.
Schriftenreihe:Texte - Quellen - Dokumente zur Sportwissenschaft, 33
Seiten:235
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch