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Vibration training - a way to train strength

(Vibrationstraining - ein Weg zum Training der Kraft)

Zum Vibrationstraining als Methode des Krafttrainings und dessen Einsatz im Eisschnelllauf. Einige Weltklasseläufer verwenden dieses Gerät oder besitzen ein eigenes (z.B. Bart Veldkamp). Ein Vorteil dieser Methode ist, dass die Muskeln stimuliert und trainiert werden ohne tatsächliche Belastung. Es werden bessere Ergebnisse in kürzerer Zeit erreicht als mit traditionellen Trainingsmethoden. Überlastung wird vermieden. Es kommt zum Kraftzuwachs und zur Kürzung der Wiederherstellungszeit. Arbeitsweise: Eine Kraftplatte produziert eine Vibration, die auf den Körper des Sportlers übertragen wird. Dieer mechanische Reiz erzeugt einen Streckreflex, der, je nach ausgewählter Frequenz, zwischen 30 und 60 je Sekunde liegt. Ergebnis ist eine ständige kräftige Kontraktion der Muskeln. Es wird eine Superkompensation ähnlich wie beim herkömmlichen Training mittels Wiederholungen erreicht. Das Training mitttels Vibrationsmethode erfordert weniger Zeit, die Wirkung ist ausgeprägter und es werden mehr Hormone produziert. Die Belastung auf das Stütz- und Bewegungssystem ist dabei deutlich geringer als bei konventionellen Trainingsmethoden. Wirkungen: - Kontraktion von 100% der Muskelfasern durch den Streckreflex - Erhöhung von Flexibilität und Mobilität - Erhöhte Hormonfreisetzung für die regeneration, z.B. HGH, IGF-1 oder Testosteron - Verbesserung der Blutzirkulation (Kapillarisation und Lympgdrainage), Kräftigung des Knochengewebes - Schmerzverringerung - Muskelkräftigung, besonders großer Zuwachs der Explosivkraft - Vermehrte Ausschüttung vvon Glückshormonen. Ergebnisse von Studien haben gezeigt: - Vibrationstraining erhöht die Muskelkraft um 20-30% mehr als konventionelles Krafttraining, wobei die Trainingszeit um 85% geringer ist! - Auf Grund der kürzeren Trainingszeit und der fehlenden Überlastung (Belastung der Gelenke) ist die Belastung für Gelenke, Bänder und Sehnen deutlich geringer als beim herkömmlichen Krafttraining. - Bänder und Bindegewebe werden durch das wiederholte Strecken gelockert. Daher eignet sich die Vibrationsmethode gut bei arthrotischen Beschwerden (hier werden Verbesserungen von 14-15° erreicht im Gegensatz zu 2° auf herkömmlichem Weg). Insbesondere weiße Muskelfasern (Explosivkraft) sprechen auf Vibrationen an. Daher eignet sich diese Methode je mehr für Sportarten, desto stärker der Explosivkraftantil ist. Auf Grund der verstärkten Freisetzung von Wiederherstellungshormonen ist die Bedeutung auch für Ausdauersportarten hoch (beschleunigte Wiederherstellung der roten Fasern durch HGH). Die Beschleunigungs- und Sprintfähigkeit werden bei Ausdauersportlern unter Nutzung der Vibrationsmethode erheblich gesteigert. Außerdem kann das System hervorragend in der Sportrehabilitation, auch bereits in einem frühen Stadium eingesetzt werden. Trainer Jan van de Roemer (ein Pionier dieser Methode in den Niederlanden) fast die Vorteile zusammen: Produktion von Wachstumshormonen, eine bessere Blutzirkulation und Drainage von Stoffwechsleabfallprodukten (damit schnellere Wiederherstellung) und die Möglichkeit der lokalen Belastung und des gezielten lokalen Trainings bestimmter Muskeln (daher auch keine Gefahr positiver Dopingbefunde). Im Eisschnelllaufen sollte man sich auf grund der Belastungszeiten im Wettkampf mehr auf die Schenlligkeit als auf die Ausdauer konzentrieren, d.h. über de Geschwindigkeit/Schnelligkeit gehen. Schnelligkeit ist die Grundlage, und diese kann mittels der Vibrationsmethode trainiert werden.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Ausdauersportarten Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:Speedskating World
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2001
Ausgabe:Kesteren (2000/2001)8, S. 18-21
Heft:8
Seiten:18-21
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel