Physiological models to nunderstand exercise fatigue and the adaptation that predict or enhance athletic performance
(Physiologische Modelle für das Verständnis der Ermüdung unter Belastung und die Anpassungsvorgänge, die die sportliche Leistung vorhersagen oder verbessern)
Ein gängiges Konzept in der Sportwissenschaft geht davon aus, dass sich Ermüdung dann entsteht, wenn bei mittlerer bis hoher Belastung die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems zur Sauerstoffbereitstellung hinter den eigentlichen Erfordrnissen zurückbleibt und dadurch ein "anaerober" Stoffwechsel initiiert wird. Dieses Herz-Kreislauf/anaerobe Modell ist nicht zufriedenstellend, weil (1.) eine genauere Analyse zeigt, dass das erste von der Anaerobiose betroffene Organ während der maximalen Belastung wahrscheinlich das Herz und nicht die Skelettmuskulatur ist. (2.) hat bisher noch keine Untersuchung mit letzter Sicherheit das Vorhandenensein von entweder Anaerobiose, Hypoxie oder Ischaemie in der Skelettmuskulatur während maximaler Belastung nachweisen können. (3.) kann mit dem Modell nicht erklärt werden, warum es unter einer Reihe von Bedingungen (Langzeitbelastung, Belastung unter hohen temperaturen oder in der Höhe, chronische Krankheiten von Herz und Lunge) zumÜbungsabbruch kommt, ohne dass es einen Beleg für Anaerobiose, Hypoxie oder Ischaemie im Skelettmuskel gibt und ohen dass die volle Skelettmuskelmasse aktiviert wurde. (4.) haben sich kardiovaskuläre und andere Messwerte, einschließlich dem maximalen Sauerstoffverbrauch (VO2max) und der "anaeroben Schwelle" als indifferente Vorhersagewerte für die Leistungsfähigkeit von Sportlern unterschiedlichen Leistungsvermögens erwiesen. Dieser Artikel befasst sich mit vier weiteren Modelle, die betrachtet werden müssen, wenn Faktoren betrachtet werden, die entweder maximale oder lange submaximale Belastung limitieren. Diese zusätzlichen Modelle sind: (1.) das Modell der Energiebereitstellung und des Energieverbrauchs, (2.) das Modell der Muskelkraft und der muskulären Rekrutierung, (3.) das biomechanische Modell und (4.) das psychologische Modell.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft |
| Veröffentlicht in: | Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
2000
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| Ausgabe: | Kopenhagen10(2000)3, S. 123 - 145, 10 Abb., zahlr. Lit. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |