Haematocrit in elite athletes

(Hämatokrit bei Elitesportlern)

Zur Prävention von EPO-Doping hat die Internationale Radfahrunion (UCI) beschlossen, männliche Radsportler mit einem Hämatokritwert von >0.50 und weibliche mit >0.47 vom Wettkampf auszuschließen. Diese Werte können dennoch einen ungerechtfertigten Ausschluß von sauberen Sportlern bewirken. Um diese Hypothese zu überpüfen, wurde Ht von Elitesportlern (50 Männer, 41 Frauen) während eines Untersuchungszeitraums von 43 Monaten gemessen (Ausdauersportler, Schnellkraftsportler, Spieler). Ht wurde mit Werten von gesunden Kontrollpersonen (134 Männer, 144 Frauen) verglichen. Ergebnisse: Es wurden keine sign. unterschiedliche Ht-Werte zwischen männlichen Elitesportlern und der Vergleichsgruppe sowie weiblichen Elitesportlern und der Vergleichsgruppe festgestellt.In beiden gruppen wurden dennoch männliche Probanden gefunden mit einem Ht-Wert von >0.50: 6 Kontrollpersonen und 5 Elitesportler (4 Höhenbewohner, 1 Flachländer). Bei den Frauen wiesen 5 Kontrollpersonen, jedoch nicht eine Sportlerin einen Ht von >0.47 auf. Die erhöhten Ht-Werte bei Sportlern wurden hauptsächlich bei Höhenbewohnern festgestellt. Es wird geschlußfolgert, daß es sehr schwierig ist, einen Wert für Ht unter dem Aspekt von EPO-Doping festzulegen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:International Journal of Sports Medicine
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1999
Ausgabe:Stuttgart 20(1999)8, S. 538 - 541, 2 Abb., 2 Tab., 18 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel