3029236

Exercise training at high altitude: Does it improve endurance performance at sea level?

(Sportliches Training in der Höhe: Wird dadurch die Ausdauerleistung auf Meeresspiegelhöhe verbessert?)

Grundsätze: 1. Mit steigender Höhe nehmen der Druck und der Sauerstoffpartialdruck ab. Dies bedeutet für Leistungen in Sportarten, in denen der Sauerstoff eine große Rolle spielt (Ausdauersportarten mit Belastungen > 2 min)), daß diese in der Höhe negativ beeinflußt werden. Weil die Luft in höheren Lagen eine geringere Dichte als auf Meeresspiegelhöhe hat, werden Sportarten, in denen der Luftwiderstand eine Rolle spielt (Sprint, Sprung) bevorteilt. 2. Die wichtigsten Adaptationen an den Höhenaufenthalt sind verstärkte Lungenventilation, erhöhtes Bluthämoglobin sowie eine verstärkte Sauerstoffaufnahme durch die Gewebe. Die maximale kardiale Leistung wird durch die Höhe in der Regel nicht beeinflußt. 3. Obwohl Anpassung an oder Leben in großen Höhen für optimale Leistungen in Ausdauersportarten gefordert sind, ist der Wert des Höhentrainings für die Ausdauerleistung auf Meeresspiegelhöhe noch zu bestätigen. 4. Die Ernährung der Sportler kann zu einem großen Problem werden, in mittleren bis großen Höhen kann Gewichtsverlust eintreten. Das Ausmaß des Gewichtsverlustes ist generell abhängig von der absoluten Höhe. Verf. geht ein auf - die physiologischen Komponenten der Ausdauerleistung, - die physiologischen Reaktionen und Adaptationen an große Höhen, - die Frage nach dem Einfluß von Höhe auf die Leistung auf Meeresspiegelhöhe, - Mängel früherer Studien sowie - die Ernährung in der Höhe. Für Sportarten mit Belastungen > 2 min ist es günstig, an Höhenbedingungen angepaßt oder - besser noch - in der Höhe geboren und aufgewachsen zu sein. Die Frage nach der Beeinflussung der Meeresspiegelleistung durch Höhentraining muß jedoch wissenschaftlich noch vollständig geklärt werden. Die Ausdauerleistung erfordert eine optimale Einbeziehung aller Komponenten des Sauerstofftransportsystems, die in der Höhe stimuliert werden. Offen sind aber noch die Fragen nach der optimalen Höhe oder der optimalen Trainingsgestaltung sowie nach der Dauer der Höhenaufenthalte oder dem Abstand zwischen Höhenaufenthalt und Wettkampf. Diese Fragen verstärken sich, wenn es mit dem Tapering auch noch gilt, sich an eitere Hitze- oder andere Umweltbedingungen anzupassen. (siehe auch Swimm. Technique 30(1994)4, S. 12-15)
© Copyright 1999 Sports Science Exchange. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Sports Science Exchange
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1999
Jahrgang:6
Heft:4
Seiten:9
Dokumentenarten:Internetseite
Level:hoch