Delayed onset muscle soreness
(Zeitlich später beginnender Muskelkater)
Der Artikel befaßt sich mit den gegenwärtig vertretenen theoretische Positionen zu dem nach zwei bis drei Tagen nach ungewohnter Belastung oder sehr intensiven Belastungen auftretenden Muskelkater (DOMS).
Folgende Theorien werden summarisch vorgestellt:
Laktatsäuretheorie (Akkumulation von Laktatsäure im Muskel),
Krampftheorie (Ischämie im aktiven Muskel, die zur Produktion einer schmerzerzeugenden Substanz führt),
Theorie der Schädigung des Bindegewebes (Verletzung des Endomysium als Ursache),
Theorie der Muskelschädigung (kleine Risse im Muskel selbst als Ursache),
Entzündungstheorie (die Entzündung beginnt bereits vor den Schmerzen, wird durch die Nervenendungen aber erst später weitergeleitet),
Armstrongs DOMS-Modell.
Für die Bwertung von DOMS gibt es folgende Möglichkeiten:
Ermittlung der spontanen Muskelverkürzung
Ermittlung des Kreatinkinasewertes
Einsatz eines Fragebogens.
Es gibt bisher nur wenige Möglichkeiten, um DOMS effektiv zu bekämpfen. Von einigen Forschern werden Stretching oder transkutane elektrische Stimulation der Nerven (TENS) eingesetzt, deren Wirksamkeit aber noch nicht hinreichend belegt ist. In einer Untersuchung von High et.al. wird darauf verwiesen, daß statisches Stretching und/oder Aufwärmen DOMS im Ergebnis ausbelastender Übungen nicht verhindert. Einige Studien zeigen aber, daß Trainingsprogramme, die submaximale exzentrische Übungen beinhalten zur Vermeidung von DOMS nach darauf folgenden maximalen Belastungen der gleichen Muskelgruppen führen können.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | Strength and Conditioning Journal |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1998
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| Ausgabe: | Colorado Springs 20(1998)4, S. 44 - 48, 3 Abb., 27 Lit. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |