Overtraining and staleness

(Übertraining und Ausgebranntsein)

Als Übertraining wird die permanente Belastungssteigerung im Trainingsprozeß verstanden, die im Endeffekt zu Leistungssteigerungen führt. Andererseits jedoch verkraften einige Sportler diese permanenten Steigerungen nicht bzw. reagieren negativ. Diese Reaktion wird als Staleness (Ausgebranntsein) definiert. Das Staleness-Syndrom ist gekennzeichnet durch: Leistungsrückgang, chronische Müdigkeit, Veränderung der Eßgewohnheiten und Libido. Staleness resultiert aus der Unfähigkeit des Sportlers, die hohem Belastungen zu adaptieren. Daher kommt es zur Anhäufung psychischer und physischer Symptome. Stalenesszustände erleben mehr Sportlerinnen und Sportler als gemeinhin vermutet wird. Staleness kann am besten als psychobiologisches Phänomen beschrieben und durch physiologische, psychologische und verhaltensmäßige Parameter belegt wrwden. Die Symptome variieren von Sportler zu Sportler. Hauptkennzeichen ist eine Stagnation der Leistung, der meist ein Leistungsrückgang folgt. Der Sportler fühlt sich permanent müde, die Trainingsbelastungen kommen dem Sportler anstrengender vor als sie sind. Hinzukommen können erhöhte Herzfrequenz, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust. Die Kreatinkinaseproduktion wird gesteigert, was ein Zeichen für Schädigungen im Muskelgewebe ist. Weitere Symptome können auftreten. Auch durch psychische Tests kann ein Überlastungszustand identifiziert werden. Psychologische Symptome sind in erster Linie: Rückgang des Niveaus der Geisteskraft bei gleichzeitigem Ansteigen negativer Merkmale wie Anspannung, Depression, Angst, Müdigkeit oder Zerstreutheit. Die positiven Eigenschaften, die in der Regel einen Leistungssportler vom Nicht-Spoirtler unterscheiden, werden aufgehoben. Übertraining und Ausgebranntsein sind unter dem Aspekt des Ursache-Wirkungs-Prinzips zu betrachten, wobei das Ausgebranntsein die Wirkung auf negative Reaktionen auf das Übertraining darstellt. Obwohl das Phänomen Staleness noch nicht vollkommen aufgeklärt ist (Vorhersagemöglichkeit etc.), läßt sich bereits sagen, daß Sportler, die bereits an einem Staleness-Zustand zu kämpfen hatten, gefährdeter sind, als Sportler, denen dies noch nicht passierte. Prävention ist geboten und erfordert die genaue Beobachtung des Sportlers. Präventive Maßnahmen sind regelmäßiges Zurücknehmen der Belastung, das Einschieben "leichter" Trainingseinheiten, das genaue Führen von Trainingstagebüchern, einschließlich tägliches registrieren der Herzfrequenz sowie der Ernährung. Wenn der Sportler sich erst einmal im Staleness-Zustand befindet, muß meist eine komplette Ruhephase von zwei Wochen eingelegt werden. Durch den Wegfall von Wettkämpfen kann dadurch auch eine gesamte Saison verloren gehen. Daher sollte päventiv dem Auftreten der Staleness-Symptome vorgebeugt werden.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Track & field coaches review
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1996
Ausgabe:Gainesville 96(1996)2, S. 8-9, 5 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel