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No speed limits

(Keine Geschwindigkeitsgrenzen)

Beitrag wurde gehalten im Rahmen des XX. Kongresses der Europäischen Leichtathletik-Trainer-Vereinigung "Die Rolle der Schnelligkeit in der Leichtathletik" in Rom vom 6.-7. Januar 1996. Verf. beschreibt verschiedenen Möglichkeiten und Voraussetzungen des Schnelligkeitstrainings zur Leistungssteigerung sowie die Faktoren, von denen die Entwicklung dieser speziellen Geschwindigkeitsentwicklung abhängig ist. Anhand einiger Spitzenathleten wird aufgezeigt, wie die natürlichen Merkmale ihrer Sportarten und Disziplinen die Art der erforderlichen Schnelligkeit sowie die Methoden zu ihrer Entwicklung beeinflussen. Einige näher erläuterte Kernpunkte: Auf sieben Gebieten der sportlichen Leistung kann Training zur Schnelligkeitsverbesserung führen: 1. Reaktion auf ein Signal, 2. Beschleunigungsfähigkeit, 3. Fähigkeit zur schnellen Herstellung des Gleichgewichts, 4. Erreichen der Maximalgeschwindigkeit, 5. Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Maximalgeschwindigkeit,m 6. Fähigkeit zur Begrenzung des Einflusses der Ausdauer auf die Schnelligkeit, 7. Fähigkeit zur Auswahl korrekter Aktionsvarianten. Die Entwicklung der Schnelligkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem von: 1. Innervation (grundlegende Fähigkeit zur Bewegung der Gliedmaßen bei Höchstgeschwindigkeit), 2. Elastizität (des Muskel- und Bindegewebsapparats), 3. Biochemie (alaktazide anaerobe Enbergiebereitstellung), 4. Muskelwiederherstellungsfähigkeit (Fähigkeit zur Entspannung und Streckung der Muskeln), 5. Willenskraft / Konzentrationsfähigkeit, 6. Aktionsfähigkeit (Fähigkeit, eine schnelle Handlungsauswahl zu treffen und die Handlung auszuführen), 7. Umfeld (Bedingungen, die die Schnelligkeitsausprägung behindern oder begünstigen). Trainings- und Steuerparameter der Schnelligkeitsentwicklung: 1. Belastungsintensität (Wenn eine Technik erlernt wurde, solte sie dann mit verschiedenen Intensitäten im Bereich 75-100% trainiert wrden.Die Intensität sollte dabei wie Ebbe und Flut variieren, um es dem Sportler immer wieder zu ermöglchen, zum Technikmodell zurückzukehren und eine stabile Technik bei mittlerer Geschwindigkeit aufzubauen und diese dann in einen Bereich über 100% zu übrtragen, um dann wieder auf das neue Stabilitätsniveau zurückzukehren, wieder über 100% zu gehen usw.). 2. Belastungsumfang (Entscheidend sind die Wiederholungen: Je mehr auf neuen Geschwindigkeitsniveaus trainiert werden kann, desto größer die Möglichkeit, schneller zu werden. Allerdings sind hierfür technische Stabilität sowie grundlegende Ausdauer- und Kraftvoraussetzungen notwendig. Nur dann können die Wiederholungen in hoher Qualität ausgeführt werden. Die Belastungsintensität ist dabei sorgsam auszuwählen. Dies betrifft die Intensität (in % der Maximalgeschwindigkeit), den Umfang (Anzahl der Wiederholungen und der Sets, Belastungsdauer bei unterschiedlichen Belastungszeiten und -strecken) sowie die Wiederherstellung (die so hoch sein muß, daß die Ausführung jeder einzelnen Wiederholung bei hoher Qualität erfolgen kann). 3. Belastungsdichte. (Bei jeder Wiederholung sollte der Sportler in der Lage sein, die Superkompensationsphase auszunutzen. Dasher sollte jede Wi ederholung vollständig von der vorangegangenen Belastung erholt ausgeführt werden, wobei jedoch allle Systeme soweit stimuliert sind, daß sie zu Höchstleistungenn in der Lage sind. Die Wiederherstellungszeiten sollten in der Regel zwischen 4 und 6 m in liegen, jedoch sind sportartspezifische Abweichungen den Relationen zur Wettkampfleistung entsprechend zu berücksichtigen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:New Studies in Athletics
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1996
Ausgabe:Monaco 11(1996)2-3, S. 23-27
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel