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Pitanie dlja sportsmenov

(Ernährung für Sportler)

Zur Befriedigung der Bedürfnisse des Sportlerorganismus an den wichtigsten Nahrungskomponenten (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße). Allgemeine Grundsätze und spezielle Richtlinien. Kohlenhydrate: Insbesondere bei langandauernden oder hohen Belastungen werden die KH-Speicher des Organismus stark beansprucht. Dementsprechend muß KH-haltige Nahrung zugeführt werden, um einer Entlehrung der KH-Speicher vorzubeugen. Der Organismus selbst ist nicht in der Lage, Fette in Kohlenhydrate umzuwandeln. Ein Sportler sollte sich so ernähren, daß 50% des Tagesbedarfs an Energie durch KH abgedeckt werden können. Die Forderung nach KH-reicher Ernährung gilt nicht nur für Ausdauersportler, sondern auch für andere (aufgefüllte Glykogenspeicher sind z.B. auch für Sprinter wiichtig, da beispielsweise im Training nur wenig Zeit zwischen den Sets zur Widerherstellung der Kraftreserven zur Verfügung steht). Bei intensivem Training sollten 60% der täglichen Energie aus KH gewonnen werden. Auf kurzzeitig 60-70% kann dieser Anteil in Phasen erhöhter Belastungen oder fortgesetzter Wettkampftätigkeit erhöht werden. Im Durchschnitt benötigt ein Sportler täglich zwischen 4 und 6g Kohlenhydrate je kg Körpergewicht. Der Bedarf erhöht sich wenn der KH-Bedarf auf 70% der täglichen Energiemenge stegt, auf 7g/kgKG. In Phasen besonders harter Trainingsbelastungen können auch 9-10g KH/kgKG zugeführt werden. Auch KH-reiche Gerichte wie Makkaroni, Backwaren oder Reis 3-4 Stunden vor und nach der Belastung tragen nachweislich zur Erhöhung der KH-Reserven und schnellen Auffüllung der Speicher sowie zur schnelleren Widerherstellung bei. Wiederherstellung nach dem Training: Als erstes ist der Flüssigkeitshaushalt des Körpers wiederherzustellen, der mit einer schnellen Wiederauffüllung der Energiespeicher verbunden ist. Die entleerten KH-Speicher lassen sich sofort nach dem Training wieder auffüllen durch die Aufnahme von 0,7-1,5g KH/kgKG unmittelbar nach dem Training. Fette: Der unter Sportlern gebräuchliche Fettanteil in der Nahrung ist Untersuchungen zufolge viel zu hoch. Da dies auch auf Kosten der erforderlichen KH-Aufnahme geht, muß dieser gesenkt werden.Außerdem kann dadurch der allgemeine Wohlbefindenszustand des Organismus erhöht werden. Der Anteil planzlicher Fette sowie Fisch sollte erhöht und der Anteil tierischer Fette verringert werden, weil hier wichtige Fettsäuren enthalten sind. Die gesättigten Fette (vor allem in tierischen Produkten) sollten nicht mehr als 10% des Tagesbedarfs an Energie ausmachen. Eiweiße: Die Wissenschaft vertritt heute den Standpunkt, daß ein Sportler nur etwas mehr als die von der WHO empfohlene Menge von 0,8 g Eiweiß auf 1 kgKG benötigt. So benötigen Sportler aus den Kraftsportarten sowie Läufer etwa 1,2-1,7g/kgKG am Tag. Sportler aus Sportarten mit erhöhten Ausdaueranforderungen benötigen 1,2-1,4 g Eiweis je kgKG am Tag. Diese Ergänzung läßt sich ohne Probleme durch eine normale, ausgewogene Ernährung aufbringen. Sportler aus Kraftsportarten mit sehr hohen Trainingsbelastungen benötigen bis zu 2g/kgKG am Tag. Dennoch ist es nicht notwendig, täglich große Mengen eiweißhaltiger Produkte aufzunehmen. Der Zusatz von wachstumshormonstimulierenden Aminosäueren wie Arginin oder Ornitin in Form von Nahrungszusätzen ist nicht erforderlich, da bereits in kurzen Phasen intensiver Belastung die Konzentrationen dieser Hormone stark ansteigen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Legkaja Atletika
Sprache:Russisch
Veröffentlicht: 1995
Ausgabe:Moskva(1995)11, S. 16 - 17, 1 Tab.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel