Anatomie und Physiologie. Die Bild-Enzyklopädie
Wissen um den anatomischen Aufbau des menschlichen Körpers, über seine in einem äußerst komplizierten und komplexen Puzzle zusammenwirkenden Strukturen, über deren Entwicklung im Altersgang und ihre Funktionen, aber auch über deren mögliche Erkrankungen oder Verletzungen sind in allen Bereichen des Sports von sehr großer Bedeutung. Im Kinder- und Jugendsport zum Beispiel muss die sportliche Belastung so gestaltet werden, dass es bei Mädchen und Jungen zu keiner Überlastung kommt. Gleichzeitig müssen Trainer, Übungsleiter, Sportärzte und Physiotherapeuten ein klares Bild davon haben, wie in diesem Altersbereich trainiert werden muss, um notwendige nachhaltige Grundlagen der Belastbarkeit für eine fortgeführte sportliche Leistungsentwicklung zu schaffen. Im Nachwuchs- aber insbesondere im Hochleistungssport mit Belastungen, die bis in Grenzbereiche führen, ist ein entsprechendes Fachwissen der den Trainings- und Wettkampfprozess planenden Trainingspraktiker, Trainingswissenschaftler und Sportmediziner außerordentlich zwingend erforderlich, um kurz- und langfristige gesundheitliche Probleme bei den Sportlerinnen und Sportlern zu vermeiden.
Diese Aufgabe ist anspruchsvoll und erfordert eine intensive Beschäftigung mit Wissen aus der Anatomie, Physiologie und Biochemie, um nur die "wichtigsten" Disziplinen zu benennen, ohne damit bereits den gesamten Kanon relevanter biowissenschaftlicher Themen und Disziplinen erfasst zu haben.
Wer sich dieser Aufgabe stellen will, möglicherweise aber nicht über ein Medizinstudium zu diesem Wissen gelangt, der ist in vielen Fällen daran interessiert, ein plastisches Bild von anatomischen Strukturen wie Knochen, Muskulatur, Nerven- und Herz-Kreislauf-System oder dem endokrinen System zu bekommen. Hier geht es primär um die Präsentation typischer anatomischer Zustände im menschlichen Körper. Dies muss, im Sport ist das ja von besonderer Bedeutung, mit der Funktion der Strukturen innerhalb von bzw. für Bewegungen verknüpft werden. Wie spielen also Knochen, Gelenke und Muskeln zusammen, damit sich ein Mensch fortbewegen kann, wichtig sind aber genauso nervale, neurophysiologische Zustände, Funktionen und Prozesse. Was passiert in unserem Körper, wenn wir sehen, hören oder uns an die Ausführung einer Bewegung erinnern und sie entsprechend wiederholen können. Wie werden Herz und Lunge gefordert, um den Anforderungen im Skilauf oder beim Schwimmen zu entsprechen (und wie funktioniert in diesem Zusammenhang die menschliche Atmung)?
Die Körpersysteme durchlaufen von der Geburt bis ins hohe Lebensalter auch einen Entwicklungsprozess, ihre "Funktionsfähigkeit" verändert sich, sie wird besser bzw. leistungsfähiger, kann aber auch durch Alterungsprozesse abnehmen. Auch davon muss man als sportlich und sportmedizinisch Verantwortlicher ein klares Bild haben. Und im Sport ist es - leider - nicht selten der Fall, dass derartige Veränderungen durch Krankheiten oder Verletzungen hervorgerufen werden. Um Belastung richtig dosieren, Schmerzsymptome richtig interpretieren und ein präventives Training richtig planen zu können, sollten Trainer auch ein Grundverständnis davon haben, was bei einer Luxation passiert ist, wie sich Infektionen bei ihren Sportlern bemerkbar machen und warum das so ist.
Bei all diesen Fragen rund um die menschliche Anatomie und Physiologie kann der enzyklopädische Bildatlas von Alice Roberts wichtige Hilfestellungen geben. Sie vereint medizinisches Fachwissen mit mehr als 2.000 faszinierenden Graphiken, Fotos, Scans und Röntgenaufnahmen. So gelingt ein spektakulärer wie informativer Blick in den menschlichen Körper, in seine Strukturen und deren Funktionen. Die Art der Präsentation erleichtert das Verständnis der komplexen Sachverhalte und Prozesse, und öffnet für manch einen erstmals ein Fenster zum eigenen Körper - spannende Lektüre ist nahezu garantiert.
© Copyright 2011 Veröffentlicht von Dorling Kindersley. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
München
Dorling Kindersley
2011
|
| Ausgabe: | München: Dorling Kindersley, 2011.- 511 S. |
| Seiten: | 511 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |